Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 209

28. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Habe ich Vater erinnert, daß ich ohnehin normal erst ab dem Ersten bei Mauth auf dem Gelände antreten müßte. Wie bisher eigentlich jedesmal während meinen Semesterferien.

Schnarrt mir mein Vater hin, daß er das wohl wissen müßte, würde ich am Ersten mit dem Arbeiten anfangen. Davon, daß ich am Ersten arbeiten würde, könnte aber nicht die Rede sein. Wie es ausschaute, wäre es nichts mit meiner Arbeit ab dem Ersten bei Mauth. Die Arbeit bei Mauth, die könnte ich knicken. Voll knicken könnte ich die.

 

Habe mir die Worte meines Vaters zu Herzen genommen. Wegen der aufgeheizteren Stimmung bin ich zum Telefonapparat draußen gelatscht.

Habe bei Mauth im Betrieb angerufen.

Mit meinem Anruf bin ich direkt im Büro von Altdorf, Personaler bei Mauth, gelandet. Aber Altdorf, der hat sich dort nicht gemeldet. Wie es üblich sein hätte sollen.

Ein Herr Garde oder so war am anderen Ende der Leitung dran. Nie was von diesem Namen vernommen. Aber der Mann - Herr Gar-de - hockte im Büro Altdorfs auf dem Stuhl Altdorfs, dem Mauther Personalchef.

Meine Frage, ob ich Herrn Altdorf sprechen könnte. Antwort: Herr Altdorf wäre nicht da.

Fange ich an, daß ich nur kurze Nachricht haben möchte, ob ich nicht doch ab dem Ersten bei Mauth mit dem Ferienjob anfangen könnte.

Wurde mir von dem Menschen, der seinen Hintern im Personalbüro bei Mauth plaziert hatte, mitgeteilt, daß für Mauth das Insolvenzverfahren eingeleitet worden sei. Wie sich deswegen das mit den Arbeitsplätzen bei Mauth entwickeln würde, schwer zu sagen. Erst mal jedoch wäre beinahe die gesamte Mauther Belegschaft in Urlaub oder auf extremer Kurzarbeit.

Ich müßte verstehen, daß in dieser Lage kaum Ferienarbeiter eingestellt würden. Bitte, das wäre für mich noch keine endgültige offizielle Absage. Schließlich konnte am übernächsten Ersten die Lage schon wieder eine ganz andere sein, fänden sich neue Investoren. Wenn ich bis dahin warten könnte. Besser für mich wäre allerdings, würde ich mich nach was anderem umschauen; wenn ich das noch nicht getan hätte.

 

Au ja!

Da wußte ich aber jetzt Bescheid. Danach haben der und ich uns in aller Höflichkeit am Telefon voneinander verabschiedet.

Seelenruhig habe ich die Telefongerätschaft zurückgesteckt, meinen Vater schulterzuckend angeguckt, der im Türrahmen der Küche dastand.

 

 

 

 

209 

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post