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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 210

28. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Die Arme vor der Brust verschränkt, hatte mein Vater allem zugehorcht und jede Wirklichkeit mitbekommen.

Erst mal nickt mein Vater mir eine unfreundliche Runde. Dann spricht mein Vater zu mir her, daß er bis zum Ersten freibekommen und ab dem Ersten nur noch Kurzarbeit hätte. Die freien Tage, die Freizeit momentan, danach hätte er, Vater, nicht das allergeringste Verlangen gehabt. Nun hätte er trotzdem frei ... Also, so, wie die Dinge gegenwärtig stünden - was wolle ich von ihnen, meinen alten Eltern? Was würde ich weiter bei ihnen wohnen bleiben, wenn ich ab dem Ersten keine Arbeit hätte? Nein, ab dem Ersten müßte ich entweder Arbeit haben. Oder ich würde anderenfalls sehen, was mit mir passiert. Was sich ohne Arbeitplatz bei mir abspielt. Das, daß ich auf meinem Zimmer oben vorm Rechner hocken bleibe, ab dem Ersten, daß ich das voll vergessen könnte.

 

Na, wenn das keine klare Ansage war.

Richtige Freunde waren Vater und ich seit längerem keine mehr. Trotzdem habe ich nicht lange irgendwas Dummes zu Vater hin geredet, Dinge anzustacheln.

Abrupt habe ich mich von Vater abgewandt. Bin zu mir aufs Zimmer hoch. Ohne hinauf verfolgt zu werden.

 

 

Muß sagen, so was wie heute hatte ich seit meiner Teenagerzeit nicht mehr. Eine solche Ansprache.

Wie es ausschaut, sollte ich mein Zeug zusammenpacken, hinauffahren. Hinauf in meine Studentenbude. Hatte diese Möglichkeit schließlich.

 

Andererseits: Gestern habe ich eine Minute meine Bank angerufen.

Die mir vertraglich zugesicherten fünfzig Hunderter waren noch nicht auf meinem Konto eingegangen.

 

Heute ein Pech für mich, daß alles nicht schneller ging. Daß es der Mechatroniker-Werkstätten-Oberbosse nicht schon geschafft hatte, mir die ausgelobte Geldsumme zu überweisen.

Von vier, fünf Tagen hat der oberhalbe Bosse mir gesprochen, bis ich das Geld hätte. Das war spätestens im Laufe der Mitte der nächsten Woche.

 

Hätte ich das Fünftausender-Sümmchen gehabt, hätte ich abreisen können.

Schlußendlich, wenn ich böse angemacht werde, kann das nur eins für mich bedeuten - Abfahrt!

So aber heißt das immer noch für mich, ich sollte vor Ort sein. Falls sich die besagte Geldsumme nämlich nicht bei mir im Bankinstitut einfindet, sollte es mir für eventuelle Nachfragen bei dem Werkstätten-Obermenschen möglich sein, kurz ein Taxi zu rufen und zu ihm anzureisen. Für Diskussionen.

 

 

 

Na, jedenfalls habe ich Vertrag.

Von zwei Parteien unterschrieben.

 

 

 

 

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