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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 223

3. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Das war es, das Momentum, daß Mutti schluchzend wieder bei mir raus ist, zu Vater hinunter, um aufs neue den Versuch zu starten, mit Vater zu sprechen, daß die Vernunft Wiederkehr halten sollte.

 

Nach dem Abgang meiner Mutti bei mir in der Räumlichkeit habe ich den Rolladen hochgezogen; unter freiem Himmel war es taghell. Anschließend habe ich mich auf mein Bett gelegt, ein paar Minuten hingewartet. Ob  vielleicht wieder Elektrizität würde.

Weil sich so gar nichts ereignete, niemand mehr mir wieder heraufkommen wollte oder so, bin aufgestanden, raus auf den Gang, den hinunter, die Stiege abwärts geschlichen.

Die Wohnzimmertüre stand einen Spaltweit offen, das Fernsehgerät knallte vor Lautstärke.

Ich öffnete für mich die Haustüre, bin raus aus dem Haus. Habe geschaut, daß die Tür mir nicht einrastete, sondern offenblieb.

Daraufhin habe ich den Weg zur Garage meines Vaters genommen.

Eigene Schlüssel waren von Vorteil. Konnte ich mir im Garageninnern die Kabelrolle, von der ich wußte, besorgen.

Kein Mensch, der mir bei meiner Rückkehr durch die Tür zurück ins elterliche Wohnhaus entgegentreten wollte.

Aus dem Wohnzimmer schrie es weiterhin lautest aufgedreht aus dem Fernseher. Die Stimmen der männlichen, weiblichen Schauspieler kreischten, gellten, die Musik, die dröhnte, daß sich leibhaftig anwesende Personen im besten Fall mit Gesten miteinander unterhalten konnten. Das war sicherlich auch der Zweck des Ganzen: Vater fand das Geschwätz Muttis zu einhundert Prozent ätzend, wünschte sich, nichts weiter davon aus Muttis Mund zu vernehmen.

 

Habe für frische Elektrizität in meinem alten Kinderzimmer gesorgt, indem ich im Raum nebenan angesteckt hatte. Schließlich hatte Vater nur bei mir im Zimmer und am Flurgang außerhalb den Strom ausgeschaltet. Der Rest hatte Stromversorgung.

Mein Rechner ist neu zu Leben erwacht. Ich habe die Tagebuch-Datei auf den Stick draufgeladen. Nach dem Packen meiner Kleidung ein paar Musikdateien dazu.

Am Schluß sorgte ich dafür, daß mein Personalrechner ordnungsgemäß herunterfuhr. Der Kippschalter am Mehrfachstecker wurde von mir umgelegt, damit war jede Stromzufuhr gekappt.

Alles, was ich anstellen wollte, hatte ich damit gemacht. Aus die Maus.

Das nächste war, daß ich mir mit meinem mobilen Telefon ein Taxi herbeigerufen habe.

 

 

 

 

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