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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 239

8. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Tage, Wochen ist das heute her.

Trotzdem erinnere ich mich bestens, daß ich mittags im Restaurant eine Flasche teueren Weißburgunder getrunken habe. Oberhalb von Geiersdorf habe ich zwei Dosen Bier aufgerissen. 

 

War ich demnach besoffen? Der Suff, sonst nichts?

Derart alkoholbenebelt, mein Gehirn, daß sich daraus meine Einbildungen, Zustände - zum Beispiel die auf der Teerstraße im direkten Angesicht des Gehöfts des Hans-Georg Taberts - erklären?

 

Eine Weißweinflasche im Spitzenrestaurant, dazu Bier aus der Dose. Zwei geleerte Bierdosen, halber Liter.

Alkohol hat allerdings gemeinhin eine enthemmende Wirkung. Wie kann es mir dann geschehen, daß ich gegenüber vom Tabert-Gelände den Vollstopper kriege? Abrupt. Und auf die Dauer. Mit kleinen, harmlosen Nasenstübern, kaum der Rede wert.

Als befände ich mich vor Ort an einer Grenze, unsichtbar für mich.

Nicht einen Zentimeter, daß ich auf der für mich nicht sichtbar gezogenen Linie drüberwegkomme. Nur entlang kann ich machen.

 

Als ob ein Bann über mich gesprochen worden wäre. Die Wirkung ein Bannes.

Ein Bannspruch, der dafür sorgte, daß ich es einfach nicht schaffe, auf meinen zwei Beinen leibhaftig bei den obergeschissenen Tabert-Leuten ins exklusive Gestüt einzumarschieren?

 

Ganz und gar ist mir das unbegreiflich. Bis heute verstehe ich hier nichts.

Welche Hemmung sollte ich denn haben? Was steht dagegen, daß ich da auf den Innenhof hineinspaziere, mich kurz ein bißchen umschaue? Bei der Gelegenheit läute ich beim klotzigen Riesenbauernhaus an der Haustüre, schaue mir jemand an, der großkotzig zur Tür herausschaut ...

Was könnte ich am Platz großartig anstellen? Was ich bringen, als daß ich als Resultat davon vom Hof verjagt werde?

Stell sich einer vor, ein Tabert-Mensch, der droht mit der Polizei ... Wenn ich nicht auf der Stelle wieder verschwunden bin, ruft er bei der Polizei an. Muß nur warten, Polizei kommt, für mich. Dauert nur ein paar Minuten. Wenn ich bis dahin warten möchte ...

Nein, mit Polizisten will ich nichts zu schaffen haben. Im Nu bin ich deshalb den Taberts und ihrer umittelbaren Gegenwart wieder entschwunden.

Also ...

 

 

Statt dessen veranstaltet sich mir Horror. Solcherart, daß ich am Schluß von der Örtlichkeit, die Hans-Georg Taberts Eigentum ist, davonstürze. Die Flucht ergreife ich.

 

 

 

 

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