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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 240

9. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Auf der Parkbank neben dem Kurvenkreuz komme ich langsam wieder zu klarer Besinnung. Darüber freue ich mich, daß mir meine vorderen und hinteren Schließmuskeln nicht zu größerer Besudelung verholfen haben. Wegen des Schreckens, der mich befallen, überwältigt hatte.

Zittrig war ich noch ein geraumes Weilchen, seitlich von dem Zwei-Meter-Andachtskreuz auf dem hölzernen Bänkchen dahockend.

 

 

 

Die Idee mit einem Zauberbann. Einer Zauberei.

Schon Wahnsinn, auf was man alles kommen kann.

 

Woher hätten die Taberts allerdings irgendeine Art solcher Zauberei gehabt?

Eine, die bei mir wirkt, mich anhält. Als würde ich gegen eine unsichtbare Mauer laufen. Als wäre da eine Barriere. Für mich.

 

 

Um das festzuhalten: Wäre unter den Taberts ein Zauberer, müßte Hans-Georg von den Taberts nicht heute den nächsten seiner Lebenstage in der Gefängniszelle verbringen. Ganz davon abgesehen, daß Manuela Dombrowski wahrscheinlich kein Grab am Gnaden-Friedhof hätte.

Ich meine, wenn keiner aus der Polizeimannschaft zu Hans-Georg hineingelangen hätte können, wäre in der Gegenwart alles anders.

 

Über die obigen Tatsachen habe ich heftig nachdenken müssen, auf meinem Sitzplatz auf dem Holzbänkchen unter einem großen Baum.

Andererseits, überlegte ich es mir recht, Manuela Dombrowski, die war wirklich unvernünftig. Unvernunft, das ist ein geradezu zu schwacher Ausdruck dafür, was da bei Manuela Dombrowski abgegangen war. Manuela Dombrowski war total durchgeknallt; selbstmörderisch, anders konnte man Manuela Dombrowskis Verhaltensweisen nicht nennen.

 

 

Nehmen wir die laufende Szene, von den lokalen Medien berichtet: Die Polizeiwägen, die sind bei Tabert auf der Innenhoflandschaft eingefahren. Die Ein- und Ausfahrten haben die behördlichen Fahrzeuge zugeparkt. Ohne weiteres konnten die das also, zu was ich nicht in der Lage war: bei Hans-Georg Tabert eindringen.

In der Sache Hans-Georg Tabert haben die von der Polizei bei Hans-Georg Tabert an der Haustüre des Bauernhauses geklingelt. Die Polizeibeamten, die von irgendwem den Tipp gekriegt hatten, daß Hans-Georg Tabert doch auf seinem Gehöft daheim Zeit verbringen würde, nicht irgendwo anders.

 

 

 

 

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