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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 243

10. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Ich und Manuela Dombrowski an einem Nachmittag.

Ausgerechnet Manuela Dombrowski. Nach zehn Jahren Abwesenheit Manuela Dombrowskis in meinem bewußten Denken.

 

Wer glaubt mir so was?

Anscheinend bin ich der, einer, der nicht richtig tickt.

Oder, wie erklärt sich das sonst, was ich hier in der Datei bis jetzt festgehalten habe?

Eine Unmenge von Einträgen sind das bis heute bereits.

Muß jetzt nur noch den Datenträger vervollständigen, ihm den letzten Schliff geben. Und ihn anschließend zu einem Arzt in einem Klinikum für Neurologie und Psychiatrie bringen. Um zu sehen, was dort weiter mit mir passiert.

Für wie viele Tage mich die Ärzteschaft da behalten möchte.

 

 

*

 

Zwölfter August, Tagebuch-Datei geöffnet.

Montag am Nachmittag. 14:33 Uhr.

 

 

Hm!

Jetzt will ich das mal hier kurz festhalten. Was das war. Mit Angelika.

 

Also ...

Am Mittwoch hatte mir Angelika seit in der Frühe ohne Unterlaß Kurznachrichten geschrieben. Praktisch fast jede halbe Stunde bei mir in der Bude angerufen. So richtig danach hatte es Angelika gedrängt, mich auf dem laufenden zu halten. Was ihre, Angelikas, Professorensuche angeht. Eines Professors, der sich Angelikas kleinen Problemchen annimmt.

Bis Angelika bei dem besagten Professor ankam, mir meldete, daß sie nun ins Haus reingehen würde. Das des Professorenmenschen, der für Angelikas Anliegen Interesse zeigte, sich vielleicht Angelika hilfreich zur Verfügung stellen wollte.

Ab dem Zeitpunkt, als Angelika bei dem Mann im Gebäude drinnen war, war es dann wie abgeschnitten. Nichts mehr von Angelika. Keine einzige Nachricht. Kein Anruf mehr. Nichts weiter. Funkstille.

Ich konnte Angelika so viel texten, wie ich wollte. Telefonierte ich Angelika an - nur die mailbox.

Als hätte Angelika ihr mobiles Gerät lautlos oder überhaupt ausgeschaltet. Jedenfalls, Angelika präsentierte sich für mich unerreichbar.

 

Am frühen Mittwochabend war ich vor dem Wohnhaus, in dem Angelika ihre Wohnung hat. Mehrmals klingelte ich. Bei Angelika rührte sich nichts.

 

 

 

 

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