Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 263

16. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Angesichts all dieser ganzen Monströsität wünschte ich mir nicht andres, als davon wegzukommen. Eigentlich hatte ich längst alles wahrgenommen, was es wahrzunehmen gab, war es satt. Manuela Dombrowski und das Monstrum, die reichten mir überallhin. Aus dem Hals hingen Manuela Dombrowski und das mir, ohne daß ich zunächst irgendwas dagegen hätte unternehmen können.

 

Breitbeinig, daß Manuela Dombrowski dastand, wie eine, für ein Duell in Position. Das einzige dabei, den Hüften Manuela Dombrowskis fehlte der Ledergürtel mit den Holstern für die Revolver links und rechts.

Gereizt, arrogant haute Manuela Dombrowski sich die Reitgerte dreimal auf den grau behosten Oberschenkel. Eindeutig, nicht die allergeringste Freude, die meine Gegenwart Manuela Dombrowski bereitete.

Die Schulter zuckte Manuela Dombrowski gegen mich, fing an, mir spöttisch eins hinzugrinsen.

Die Augen verdrehte Manuela Dombrowski, Manuela Dombrowski fiel ein, mit einem gebieterischen Wink ihrer Hand ungeduldig etwas mehr Eile zu verlangen.

An dem Fotografierenden - und demnach im Grunde ebenso an mir - vorbei, daß Manuela Dombrowski auffordernd blickte.

In mir, daß das bösartige Gefühl entstand, hinterrücks von mir könnte irgend jemand angekommen sein. Nicht irgendwo, sondern wirklich ziemlich nahe von mir.

 

Ein Kieselsteinchen, das an mir vorbeirollte, daß ich zusammenzuckte. Von einem Schuhe tragenden Fuß zu mir hergeschossen. Sicherlich unbeabsichtigt.

Das mit dem Kiesel, das zerriß den Zauber, ich brachte das auf einmal, von Manuela Dombrowski wegzuschauen, das goldengerahmte Bildnis, das Manuela Dombrowski abbildete, gegen den Leitplankenfuß zu stellen.

Aus der Hockposition, in der ich mich bewußt vorfand, habe ich mich erhoben, mich auf dem Absatz herumgedreht. Dem zu, was da manifestiert und handfest sich in kurzer Entfernung von mir in meinem Rücken aufhielt.

 

 

*

 

Fünfzehnter August, meine Tagebuch-Datei geöffnet.

Freitag am frühen Abend. 19:18 Uhr.

 

 

Meine Mutti hat mich angerufen. Mich gefragt, wie es mir ginge. Ob ich etwas bräuchte. Lebensmittel könnte sie mir in einem Freßpaket heraufschicken.

 

Blablabla Muttis, von den Geschehnissen in meinem alten Elternhaus..

Was kümmert das wirklich mich, was mein Vater die Tage so treibt?

Mußte mich nur erinnern, was sich die letzten Tage, die ich bei meinen Eltern daheim war, abgespielt hatte, die Gründe, warum ich von dort abreisen mußte, und ich war alles von und mit meinem Vater so was von satt.

 

 

 

 

263

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post