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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 265

17. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Robbie: 'Ja! Wir kochen nicht mit einem Pizzabäcker. Anton wird demnächst vielleicht Sternekoch.'

Ich: 'Mal sehen, vielleicht überleg' ich mir, heute wieder runterzukommen, für den Kochkurs ... Halb acht, nicht?'

Robbie: 'Siebzig Kröten, die jeder für Anton bezahlt hat. Dann bin ich jetzt mit der dicken Trendy und Anton zusammen alleine in der Küche. Und ich bin nicht der Typ, den Trendy mag ...'

Ich: 'Tut mir leid, Robbie! Jetzt muß ich aber weiter. Wenn sonst nichts ist ...'

Robbie: 'Wart noch mal schnell, Bernd!'

Ich: 'Was denn noch, Robbie ...?'

Robbie: 'Hat sich eine in dich verliebt, Bernd?'

Ich: 'Was?'

Robbie: 'Muß ja auch nicht weiter schlimm sein, sonst wüßtest du was davon, wenn sie bei dir oben geläutet hätte ...'

Ich: 'Was denn, Robbie?'

Robbie: 'Ich komm' ja jetzt hierher zurück, Bernd. Aber so vor einer halben Stunde bin ich hier zur Haustüre raus ... Tritt mir eine Blondine in den Weg. Mir gegenüber baut die sich auf. Gebauschte blonde Mähne, Bernd. Lange Beine ... Hat echt ausgesehen, wie eine, die heute nacht noch was mit vielen Kerlen vorhat. Müßte nur den Preis sagen, wär' ich in fünf Minuten der nächste. Oder sie ist bestellt, für ihren Eskort-Dienst auf Reisen, Bernd. L'amour. Zu dir wollte die ...'

Ich: 'Zu mir ...?'

Robbie: 'Ja, zu dir ...'

Ich: 'Und? Bei mir war keine. Weiß von nichts.'

Robbie: 'Dann war noch so ein Kerl bei ihr, Bernd. Wie ihr Leibwächter. Riesiger Kerl. Im speckigem Regenmantel. Gestunken hat der, so eine Wolke von Alkohol und Tod. Wäre da nicht das Parfüm der Blonden gewesen, es hätt' mich im Stehen umhauen können. Hatte einen abartigen gußeisernen Gehstock in den Fingern, der. Oben am Griff, einen Monsterschädel. Das Maul, weit aufgerissen. Zum Angstkriegen, wirklich wahr. Bei der Blondine an der Seite hat die Type zahnlückig dauernd nur nach mir hingegrient. Frag' mich, was du mit denen zu schaffen hast, Bernd.'

Ich: 'Hab' nichts mit denen zu schaffen, Robbie ...'

Robbie: 'Die mit den platinblonden Haaren wollte aber von mir wissen, Bernd, ob Bernd Reil in dem Wohnheim da wohnt ...'

 

 

 

 

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