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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 266

17. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Große Probleme hatte ich auf meinen Zitterbeinen. Mußte mich mit dem Rücken an die Glasfläche anlehnen.

Robbie: 'Ich meine, Bernd, was fragen die mich Sachen, wenn sie beide nur ein Sekündchen nachzuschauen brauchen, um zu sehen, daß dein Name einer an der Leiste ist, der eine Klingel daneben dran hat ...'

Ich: 'Kei-kei-keine Ah-nung, Rob-bie ...'

Robbie: 'Weiß nicht, Bernd, warum du von nichts was weißt. Wenn die beiden da waren ... Mensch, schon ein Pech, daß die zwei nicht mehr hier sind, wo du jetzt zufällig hier drunten bist, mit mir zusammen. Einen schwarzen Ledermini hatte die Blonde an, Beine, echt verschärft. Auf so hochhackigen roten Schuhen ... Wäre da nicht die stinkende Pennertype, würd' ich sagen, ihr Parfüm hat nach Karamel gerochen. Hätt's ich nötig, vielleicht hätt' ich wirklich nach was fragen können, bei der. Nur, mit dem Typen ...'

Ich raune, erfreut über meine Aufregung: 'Ich hatt' nichts nötig, Robbie. Ich hab' mir auch nichts bestellt, das hierher vorbeigekommen ist. Niemand war bei mir oben. Kannst ja gerne überall rumfragen, von mir aus, ob einer eine, wie du sie beschrieben hast, oben bei mir irgendwo gesehen hat.'

Robbie: 'Ist ja gut, Bernd.'

Ich: 'Keine Ursache, Robbie.'

Robbie: 'Geh dann jetzt rein, Bernd. Vielleicht schaust du heute bei Anton und dem Kochkurs vorbei ... Halb acht.'

Ich: 'Werd' sehen, was sich machen läßt, Robbie.'

Robbie: 'Tschau, Bernd!'

Ich: 'Bis denne, Robbie!'

 

Bis dreißig habe ich, mit gehetzten Augen herumblickend, in meinen Gedanken gezählt. Dann bin ich mit meinem Rollkoffer zurück ins Wohnheimgebäude. Im Aufzug hoch zu mir.

Das mit dem Supermarkteinkauf, das war angesichts der Zustände, die ich mit meinen Zitterbeinen und den Schließmuskeln hinten und vorne hatte - nicht mehr für mich zu schaffen.

Vielmehr mußte ich für fünf Minuten unter die Dusche.

 

 

Jetzt haben es die beiden ganz offiziell gemacht, Christine Dombrowski und dieser Fransen.

SIE sind da. Wollen was von mir.

Deswegen müssen SIE mich nicht länger mit anonymen Anrufen belästigen, wenn sie ohnehin jederzeit vor der Wohnheimtüre auf mich warten können, um mich abzupassen.

 

 

 

 

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