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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 310

1. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Zählen wir die Indizien auf: Muskelkater. Beträchtliche Rückenschmerzen. Die zwei mittleren Knöchel meiner rechten Hand tun mir weh, wenn ich ein wenig stärker drüberstreiche. Bekommen zudem hübsche, immer dunklere Blaufärbung.

Schaut ganz danach aus, als hätte ich mit der Rechten zugeschlagen.

Das führt zu den Fragen: Habe ich wirklich Boxhiebe verteilt? Mit der Faust gehauen - und getroffen, daß es zu was nütze war? Wirkung erzielte?

 

Eh, muß wohl so sein. Als Beweis habe ich IHN, den Spazierstock.

Etwas von Fransen, was Fransen mir kaum freiwillig geben würde.

Im Badezimmer war ich, mich im Spiegel noch mal genauer zu betrachten.

Sehe die Nasenlöcherränder ...

Beide Nasenlöcher hatten einen leichten Blutrand.

Als hätte ich stärkeres Nasenbluten gehabt. Was aussagt, daß ich auch irgendwie einstecken habe müssen.

 

Des weiteren die Überlegung: Meine Kleidung - was hatte ich gestern eigentlich an?

Antwort: Eine lange schwarze Turnhose und mein blaues Shirt mit der Aufschrift UNI. Ohne Unterwäsche.

Jetzt trage ich eine rote, knielange Bermuda und die zugeknöpfte Jacke von meinem schwarzweißgestreiften Schlafanzug.

So gekleidet bin ich aus meiner Umnachtung auf meinem Liege- und Sitzsofa zu mir gekommen.

Wo waren die Sachen abgeblieben, die ich am gestrigen Abend getragen hatte?

Nach der Waschmaschine habe ich geschaut, die Trommel geöffnet.

War nichts in der Maschine drinnen. Der Wäschekorb war leer.

Die nicht hinuntergetragenen blauen Mülltüten, deren Verschnürung ich auffingerte, nach dem Inhalt zu schauen. Nichts. Es blieb dabei, meine vorabendliche Gewandung war unauffindbar. Auch von den Sandalen, die ich an den Füßen hatte, fehlte jede Spur. Von den schwarzen Socken ebenfalls.

In meinem Kleiderschrank, den ich durchsucht habe, war eine braune Kunstlederjacke nicht an ihrem Kleiderhaken.

 

Zweimal, daß ich das mit der Kleidersuche wiederholt habe. Auch bei Angelikas Sachen.

Das Ergebnis: nichts davon in der Wohnung, was ich am Vorabend am Leib trug. Rein gar nichts.

Was übrigblieb, waren die Mülltonnen unten.

 

 

Das hat eine schöne Weile gedauert, bis ich mich dazu bringen konnte, Angelikas Wohnung zu verlassen, den Aufzug hinunterzufahren.

 

 

 

 

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