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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 311

1. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Jetzt ist es halb drei Uhr nachmittags, und ich bin seit fünf Minuten in Angelikas Wohnung zurück. In der außer mir und Angelika weiterhin niemand ist, weil ich nach meinem Reinkommen sofort in sämtlichen Räumen nachgeschaut habe.

 

Worum ging es?

Wenn ich meine gestrige Kleidung in die Resttone geschmissen hätte, dachte ich mir, müßte sie in der Tonne drinnen sein.

Die Tonne Angelikas unten war aber leer.

Alle Müll-, Wertstoff-, Bio- und Papiertonnen am Hinterhof habe ich aufgeklappt, hineingeschaut. Keines meiner Kleidungsstücke weit und breit.

Auch nichts in den Tonnen der Nachbarhäuser der unmittelbaren Straßenumgebung, in denen ich nachgeschaut habe.

Die Resttonnen waren in der Straße gestern früh geleert worden, fiel mitten bei meinem Treiben ein. Demnach hätte meine Kleidung von gestern trotzdem in einer dieser Tonnen sein müssen.

Nicht zu verstehen. Wo meine Kleidungsstücke und Sandalen abgeblieben sind, keine Ahnung. Mir ein Rätsel. Hatte sie sich ein Penner geholt?

 

Als ich die Stiegen zurück in Angelikas Wohnlichkeit hochgestiegen bin, hat mir das Herz ziemlich gerast. Und das nicht wegen des Treppensteigens.

Die quälende Frage: Was hatte ich angestellt, daß sich der komische, obskure Spazierstock Fransens jetzt bei mir und in den Räumlichkeiten von Angelikas Wohnung befindet? Wie war das zugegangen, daß ich das Metallding in meinen Besitz bringen konnte?

Das war schließlich kein Spaß, mit Kleidertausch und so. Ganz davon abgesehen, daß meine Kleidung um ein Vielfaches weniger wertvoll war als der verfluchte metallene Stock.

 

Hier waren einige gewalttätige Sachen vorgekommen. Daß Wut und Haß in meine Richtung ins Spiel kommen.

Fransen muß während den Augenblicken, daß ich das hier tippe, die Idee haben, das gute Stück, das ich ihm irgendwie abgenommen habe, wieder zurückzubekommen.

Anders war das nicht für mich denkbar.

Das heißt, ich habe zu jeder Tages- und Nachtzeit mit der Rückkehr Fransens in meiner Umgebung zu rechnen. Daß Fransen sich mit mir konfrontieren möchte. Damit ich ihm seinen Spazierstock zurückgebe.

 

 

Daß sich keinerlei Erinnerung an gestern nacht einstellen mag, das macht mich fertig.

 

 

 

 

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