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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 313

2. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Ein edles Teil, der metallene Spazierstock Fransens. Der mit der fein herausgearbeitete Plastik eines Drachenmonstrums oben am Knauf.

Den konnte ich nicht ohne weiteres in Angelikas Wohnung heimbringen.

In meinem und Angelikas gemeinsamen Schlafzimmer entdecke ich das gute Stück jedoch, gegen mein Nachtkästchen gelehnt.

 

 

Ich meine, ich habe den Spazierstock Fransens doch nach Hause gebracht, oder?

Oder nicht?

 

 

*

 

Achtundzwanzigster Oktober, foxy.jpg., wieder geöffnet.

Montag am frühen Abend. 18:38 Uhr.

 

 

Angelika ist auf ihr Arbeitszimmer gegangen. Für ein wenig Recherche für ihr Studium.

Kann ich also hier tippen.

 

 

Zunächst einmal: Die Freiheit hat mich wieder.

Ich bin seit heute in der Früh um acht Uhr aus dem Meinhardt-Sanatorium entlassen.

Angelika hat mich im Taxi abgeholt und ist mit mir nach Hause gefahren.

 

 

Bis um halb sechs Uhr am späten Nachmittag waren Angelika und ich beim Einkaufen.

Der erste gemeinsame Einkauf von Angelika und mir seit über einem Monat.

Zu zweit haben wir das ganze eingekaufte und in die Wohnung heraufgeschaffte Zeug in die Kühlschränke verstaut,

 

Habe ich ewig nicht mehr gemacht, mich um Obst und Gemüse zu kümmern, Nudel-, Saucenpackungen in die klimatisierten Küchenschrankfächer von Angelikas Nobelküche zu räumen.

 

 

Im Meinhardt-Sanatorium bekommt man das Essen fertig zubereitet serviert.

Ich war im Meinhardt-Sanatorium keiner, der Küchendienst gemacht hat. Obwohl mir das sicher erlaubt worden wäre.

War bei einem Putz-Team eingeteilt. Drei Leute.

 

 

Mann, wäre ich nicht mit Angelika zusammen, Angelika, die sich von Seiten ihre Eltern her eine teure Detektei leisten kann, hätte ich sicher die nächsten Monate im Meinhardt-Sanatorium zubringen können. So lange eben, bis die Polizei bei ihren Ermittlungen zu einem Ergebnis gekommen wäre.

Die Detektive haben aber auch drei Wochen gebraucht, Fransen ausfindig zu machen.

Fransen lebend.

 

Welch ein Glücksumstand für mich!

 

 

 

 

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