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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 315

3. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Am gleichen Tag sind nachmittags Polizisten in Zivil zu mir ins Meinhardt-Sanatorium gekommen. Haben sich meine Geschichte, die Fransen zum Mittelpunkt hatte, nochmals in allen Einzelheiten schildern lassen. Soweit man dabei von Einzelheiten sprechen konnte. Weil ich ja eigentlich nichts Genaures in Erinnerung hatte, was ich während den besagten Nachtstunden wirklich getrieben hatte.

Einzig und alleine der Spazierstock Fransens, der war der Beweis. Der Beweis dafür, daß es unübersichtliche Vorkommnisse gegeben hatte.

Als die Polizeiherrschaften am Aufbrechen waren, das Zimmer mit mir und später das Meinhardt-Sanatorium zu verlassen, war keine Rede davon, daß ich hätte mitkommen sollen, um etwa in Untersuchungshaft genommen zu werden. Vielmehr fanden die Polizeibeamten, daß ich im Meinhardt-Sanatorium bleiben sollte. Im Meinhardt-Sanatorium wäre ich gewiß sehr gut aufgehoben.

 

 

Ah, Angelika wollte nicht nur auf die Polizeiarbeit vertrauen. Die Detektei Schneider, mit denen auch Angelikas Vater öfters in Sachen Arbeitsmoral seiner Firmenmitarbeiter und ähnlichem zusammenarbeitete, hat Angelika zugezogen.

Mit Hilfe zweier Angestellter der Detektei Schneider, die zu mir ins Meinhardt-Sanatorium kamen, habe ich ein Phantombild Fransens erstellt. Eine Zeichnung, auf der Fransen bis ins Detail bestens getroffen war, fand ich. Sogar ein 3-D-Farbbild-Datei Fransens konnten die von Detektei Schneider an die Damen und Herren von der Polizei weiterreichen.

Trotzdem: Dieser Fransen schien alles andere als großartig polizeiauffällig geworden zu sein bis dahin. Bei Fransen blieb es dabei, es fehlte von ihm jede Spur. 

Bis sich vorletzte Woche ein Stadtpenner bei der Detektei Schneider meldete. Einem von drei, vier Leuten aus dem Stadtstreichermilieu, dem die Leute der Detektei Schneider ein paar Scheinchen rüberwachsen lassen hatten, damit sie ihre Augen offen hielten, was jenen Fransen anbetraf.

Jedenfalls war Fransen unvermittelt wieder hier in der großen Stadt. Und war für die von der Detektei Schneider ohne weiteres auffindbar. Ein Fingerzeig genügte, die von der Detektei Schneider entdeckten Fransen abends unter dem Germanenbrückchen in der Nähe des Stadtparks Ost. Fransen, der um die Zeit nicht etwa schlafen ging, sondern eben aus den großen zusammengeschobenen Pappkartons herausschlüpfte, unter denen er anscheinend, auf Zeitungspapier liegend, den ganzen regnerischen Tag verschlafen hatte.

 

 

 

 

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