"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 317
3. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Mit Geld läßt sich alles erklären.
Nur, ich bin mir sicher, nein, ich weiß das, daß es bei meiner Begegnung mit Fransen mitten in der Nacht nicht ums schnöde Geld ging. Und wenn um Geld, dann in einem geringeren Maße, als Fransen es bei der Polizei aussagte.
Ich meine, ich muß nur daran denken, welche Bedrängungen mir während jenen Tagen mitspielten, was Manuela Dombrowski anbetraf. Kaum fünf Minuten, daß ich nicht an Manuela Dombrowski dachte.
Das ging so weit, daß ich im Schlafzimmer mit Angelika im Bett war. Da passierte mir, daß ich, Angelika bewegte sich auf mir auf und ab, plötzlich Manuela zu Angelika sagte. Komm, Manuela, komm. Komm jetzt, Manuela, komm. So bist du gut, Manuela.
In mir war der das Verlangen Manuela Dombrowski wiederzusehen, zu treffen. In solcher Verwirrung war ich.
Und noch ein Aspekt: War Fransen denn alleine?
War nicht sonst immer Christine Dombrowski bei Fransen dabei? Christine Dombrowski war bei mir eigentlich die in der Hauptrolle, während Fransen bei mir lediglich am Nebenschauplatz besetzt war.
Angelika hat gegen Fransen gerichtlich erwirkt, daß Fransen sich ihr oder mir nicht auf zweihundert Meter nähern darf. Sehen ich oder sie, Angelika, Fransen irgendwo in unserer unmittelbareren Umgebung, verständigen wir die Polizei, hat Fransen mit einer Festnahme zu rechnen. Danach könnte es sein, daß Fransen, der auf Bewährung in Freiheit ist, für ein paar lange Monate ins Gefängnis muß.
Nur - hilft mir das eigentlich irgendwas gegen Fransen? Oder schließlich wieder gegen Christine Dombrowski?
Wenn das wieder losgeht bei mir.
*
Dreißigster Oktober, foxy.jpg. offen.
Mittwoch am frühen Abend. 19:33 Uhr.
Es gibt Stunk. Zu ihren Eltern mußte Angelika abfahren.
Möglicherweise ist Angelika bis Freitag nicht zurück.
Mich wollen Angelikas Eltern nicht bei sich im Privathaus sehen.
Was ihre Eltern ganz genau von ihr wollen, war schwer im voraus für Angelika zu erfahren.
Angelika wird mir eine Kurznachricht schreiben, sobald sie alles ganz genau weiß, sich Dinge nicht nur denken kann.
Das Vorhaben, mich in nächster Zeit zu heiraten, das will Angelika jedenfalls nicht einfach aufgeben. Trennen wird sie, Angelika, sich von mir auf keinen Fall.
Angelikas Vati nennt mich einen Verrückten. Angelika, die Älteste, hätte die Absicht, einem Verrückten die Tür zu ihm in seine Familie aufzumachen.
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