"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 345
13. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Jetzt im Augenblick schriebe Betsy Karlie die nächste Kurznachricht. Dann wolle Betsy ein paar Minuten abwarten, Karlie dann anwählen. Karlie müßte sich melden. Karlie könnte das nicht mit ihr, Betsy, machen, das heißt, entweder, daß Karlie bei Betsy am Phönchen anruft. Oder Karlie gibt Rückmeldung, wenn Betsy es bei ihm klingeln läßt. Betsy, für einen ihrer allerletzten Versuche, an Karlie-Brokers Liebe zu ihr zu appellieren. Man müßte sich aussprechen.
Erkundige ich mich, was Betsy und Karlie sich noch groß auszusprechen hätten. Ich hätte die ganze Zeit gemeint, da wäre Schluß zwischen Betsy und Karlie-Broker, Ende, Schlagbaum. Weil Karlie-Broker derjenige einer, der geschubst und zugehauen hätte.
Erklärt Angelika es mir, daß Betsy Karlie-Broker weiterhin liebt. Betsy, sie liebe Karlie-Broker immer noch, und Betsy, sie wäre sich sicher, daß Karlie-Broker dasselbe für sie, Betsy, empfände. Karlie-Broker aufgeben, das könnte Betsy nicht. Karlie-Broker weiterzulocken, das wäre die Absicht Betsys. Indem sie, Betsy, Karlie-Broker nicht weiter die alleinige Schuld an den Vorkommnissen zwischen ihm und Betsy gäbe. Weil Betsy Broker-Karlie liebe, hätte Betsy auch die Bereitschaft, die Attacken Broker-Karlies auf sie als Unfälle abzutun.
Na denn! Was betraf das mich?
Jede Menge Verständnis habe ich in Folge Betsy und Betsys Liebe zu Karlie-Broker entgegengebracht.
Aufgegangen ist mir dabei die Blüte, daß Angelika und ich, statt lange bei den Betsy-und-Broker-Karlie-Verhältnissen zu palavern, uns doch ohne weiteres um uns selber kümmern hätten können. Zumindest für ein kurzes Liebesspiel in der Küche. Jenseits von Betsy.
Statt dieses in die Tat umzusetzen, wurde der Inhalt der von mir geöffneten Weinflaschen in eine Glaskaraffe geschüttet. Die schmucke Karaffe wurde in einen kleinen Blecheimer mit Eiswürfelbad gestellt, der Eimer zu der Chipsschüssel auf dem Serviertablett. Dazu gesellten sich die beiden flachen Eßteller, auf die Angelika und ich Käsescheiben - verschiedene Sorten französischen und holländischen Weich- und Hartkäses von der Gourmet-Theke - gerollt fabriziert hatten. Weißbrot sollte zum Käse gegessen werden.
Das Tablett mit allem droben ins Wohnzimmer zu schaffen, das, das setzte Angelika mir auseinander, das wäre jetzt ihre alleinige Angelegenheit; höchstselbst mache sie das, alleine. Ich sollte ihr nur die Wohnzimmertüre aufhalten, diese hinter ihr zumachen, um mich im Anschluß daran in meine Zimmereinrichtung zu verdrücken, dort bis auf weiteres zu bleiben. Angelika würde bestimmt irgendwann kommen, nach mir zu sehen ...
Deshalb bin ich nun lange hier, habe foxy.jpg. offen. Für Getippsel.
Obwohl, ich könnte Tigerauge spielen ...
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