"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 347
13. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Im Krankenbett, daß ich zu mir gekommen bin. Zufällig während der Besuchszeit. Angelika und Mutti, die konnten ein paar Minuten nach meinem Erwachen zu mir herbeikommen, so erfrischt und putzmunter war ich bereits. Als hätte ich nur kurz ein Nickerchen gemacht.
Und, Angelika, Mutti - jedem, der es hören wollte oder nicht - erzählte ich, daß mich ein Vampir gebissen hätte. Mich hätte ein Vampir in den Hals gebissen. Könnte man ja auch deutlich sehen, nehme man das Pflaster weg. Ein Vampir, der bei mir gesaugt hätte. Ich hätte die Vampirzähne genau gesehen. In die linke Halsgegend hätte der Vampir seine Zähne bei mir geschlagen. Und dann an mir gesaugt. Blut aus mir rausgesaugt. Mit blutverschmiertem Mund wäre der Vampir bei mir zur Bude raus. Müßte jeder gesehen haben, die Tür stand offen. Einige waren bei mir auf der Türschwelle am Glotzen.
Nicht nur lebende Tote würden mir über dem Weg laufen, jetzt wäre ich auch noch das Opfer eines Vampirs geworden. Eines Vampirs. Der Vampir, der hätte Christine Dombrowskis Gestalt angenommen. Oder Christine Dombrowski wäre der Vampir selber gewesen. Und die Untote, von der ich rede, die war Manuela Dombrowski, Manuela Dombrowski, der ich vorm Unteren begegnet wäre. Dort wäre Manuela Dombrowski mir vor die Füße gelaufen, Christines Schwester. Obwohl Manuela Dombrowski da lange Monate tot war. Am Gnaden-Friedhof hätte Manuela Dombrowski ihr Grab. Könnte jeder hingehen, nachschauen. Vielleicht sollte man den Sarg ausgraben, rein schauen, ob Manuela Dombrowski wirklich drinnen lag.
Diesen Text abzusondern, damit habe ich nicht wieder aufgehört. Die ganze Zeit. Ständig. Bei den Ärzten und den Krankenschwestern, überall, wo ich gegangen und gestanden bin, nur noch das.
Dann war es gegen halb zehn Uhr am Abend. Da war eine blonde Krankenschwester. Sehr hübsch. Der weiße, knielange Kittel konnte auch nichts daran ändern, daß sie eine perfekte Figur hatte.
Ich hatte bereits ein Beruhigungsmittel verpaßt bekommen. Trotzdem war ich in der Lage, obenauf zu sein. Nichts mit Schlaf oder so. Ich habe den Knopf am Telefon gedrückt, was bedeutete, daß die Schwester kommen sollte.
Sehr schnell, daß sich die Blondine bei mir einstellte. Sie entdeckt mich im Sitzen und wach. Sofort laberte ich ihr hin, wie hübsch sie sei. Voll hübsch. Schöne Beine würde sie unter dem Kittel verstecken. Und ihre Oberweite, davon verbarg mir der Kittelstoff viel zuviel. Hätte sie einen Freund? Irgendwie schienen die Schmeicheleien bei ihr anzukommen. Überraschend antwortete sie, daß sie momentan keinen Freund hätte. Da müßte ich mir überlegen, ob ich nicht ihr Freund sein könnte, spreche ich. Wie sie denn heißt? Marlene, sagte sie mir ihren Vornamen. Ich sülze, das wäre ja der Name der berühmten Schauspielerin da, vor Jahrhunderten.
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