"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 357
18. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Besser also, vom Meinhardt-Sanatorium braucht erst keiner vorbeizumachen ...
Am Dienstag haben die Meinhardt-Sanatorium-Ärzte eine neue Blutprobe von mir an das Koch-Plank-Institut verschickt. Frage: Wie infektiös ist der weiterhin unbekannte Virus, der in meinem Körper mitschwimmt wirklich?
Weil: Wie es ausschaut, bekomme ich in unregelmäßigen Abständen kleine Schübe meiner Krankheit. Die Halluzinationen und dergleichen bei mir auslösen.
Jedoch verschwindet nach kurzer Zeit das gesamte Krankheitsbild wieder. Vollständig. Ohne eine Spur bei mir zu hinterlassen.
Im Meinhardt-Sanatorium wurde ich fast stündlich kontrolliert, ohne daß sich die Krankheit ein einzigesmal bei mir in der Gegenwart der Ärzteschaft präsentierte.
Voll komisch finden die vom Meinhardt-Sanatorium meinen Virus, der einem Borreliose-Bakterium entstammen sollte.
Daß ich nachts ohne stärkere Schlafmittel nicht mehr durchschlafen kann, irritiert die Meinhardt-Sanatorium-Ärzteschaft, die mit meinem Fall beschäftigt ist.
Jedoch hat das Koch-Plank-Institut derzeit viel Arbeit zu leisten. So daß es sogar noch mehrere Wochen dauern kann, bis die vom Koch-Plank-Institut dem Meinhardt-Sanatorium die Ergebnisse ihrer Untersuchungen mitteilen können.
Betreffs der Bißspuren über meinem Kehlkopf ...
Im Meinhardt-Sanatorium denken die Psychologen, Ärzte, was die von der Polizei denken: daß ich mir die Bißwunden mit einem Gegenstand eigenhändig beigebracht hätte.
Als die Polizeibeamten, von Angelika verständigt, vorbeikamen, habe ich den Beamten die Türe geöffnet. Mit blutigem Hals.
Außer mir war kein Mensch in den Wohnräumen anzutreffen. Es existierten keinerlei Einbruchsspuren, und Fenster, Fenster, die kann ich nun wirklich selber jederzeit aufmachen.
Kein Vampir in der Gestalt Christine Dombrowskis oder sonst jemand hätte das bei mir gemacht. Daß es aussieht, als wäre ich gebissen worden. Sondern ich, ich bei mir selbst.
Hinter mein kleines Geheimnis wollte Entje, der Psychologe, kommen. Ganz offen fragte mich Doktor Entje, wie ich das angestellt hätte, daß es ausschaut, als hätte mich ein Vampir gebissen.
Hatte ich das schon als Kind, daß ich mich gerne an was geschnitten habe, um Blut bei mir laufen zu sehen? Oder hatte ich daran Gefallen gefunden, mich aufzukratzen, mir die Haut zu piksen? Habe ich mich eventuell als Teenager, junger Mann eine Zeitlang mit Rasierklingen geritzt?
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