"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 360
19. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Dabei waren wir nur noch zu dritt. Und die Tussi hatte kaum noch was als demnächst alles reinwerfen zu müssen ... Mit Geduld hätte ich eine Runde weiterkommen können. Wären mir meine zweieinhalbtausend buy-in auf meine Kontoführung zurückgebucht worden.
Jetzt hat nur noch Angelika was auf der Karte. Und ich kann wieder zuschauen, was ich nebenher auf mein Konto schaufeln kann, will ich nicht dauernd Angelika wegen der kleinsten Kleinigkeit fragen.
Eh, was würde es nützen, hätte ich meine Wohnheimbude noch?
Ich meine, Frau Doktor Hella hätte ich auch dort am Hals. Das Meinhardt-Sanatorium.
He, das ist falsch gedacht. Was heißt Meinhardt-Sanatorium, Frau Doktor Hella?
Die hunderprozentig nicht mehr, wenn ich meine Liebesgeschichte mit Angelika beende.
Ohne Angelika gibt es für mich kein Meinhardt-Sanatorium, keine Frau Doktor Hella. An einem anderen Ort als im luxuriösen Meinhardt-Sanatorium würde ich untergebracht. Nicht das bißchen mehr im Meinhardt-Sanatorium, in dem man sich schon mal fühlen kann, als wäre man dort nur zur Kur.
Überlege ich mir das jetzt genauer, ist mir das Meinhardt-Sanatorium jedesmal lieber.
Es ist Tatsache: Liebes-Aus mit Angelika - wie könnte ich mir das Meinhardt-Sanatorium leisten? Oder Frau Doktor Hella? Frau Doktor Hella würde ebenfalls nicht ein Furz für mich lassen.
Habe gerade ein paar Briefe durchgesehen. Die seit ewiger Zeit bei mir am Schreibtisch herumliegen.
Christine Dombrowski hatte ich angezeigt.
Das heißt, meine Mutti hatte in meinem Namen eine Anzeige gegen Christine Dombrowski aufgegeben. Bei der Polizei.
Den Ausdruck, den meine Mutti und Angelika für mich unterschrieben hat, den habe ich aus dem Briefkuvert herausgezogen.
Monate sind seitdem vergangen.
Christine Dombrowski besucht mich. Obwohl sie offiziell in einer Gefängniszelle auf niederländischem Gebiet einsitzt ...
Na, stimmt schon - sicher bin ich mir das ja nicht, ob das überhaupt Christine Dombrowski war, diejenige, die bei mir in Angelikas Wohnung vorbeigekommen ist.
Vielleicht bin ich auch nur so hypnotisiert, daß ich denke, das wäre Christine Dombrowski.
Bitte, auf was von meinen Sinnen kann ich vertrauen?
Der nächste Text, den ich durchgelesen habe. Die Wohnheimstaatsleitung ...
Das Wohnheim, das mir meine Bude damals gekündigt hat.
Ein Termin von einer Woche war festgesetzt, bis zu dem mein gesamtes Hab und Gut aus meiner Wohnheimbude entfernt sein mußte. Sonst würde das Zeug anderweitig entsorgt.
360
Newsletter
Gib Deine E-Mail-Adresse ein, um bei zukünftigen Artikeln benachrichtigt zu werden.
Seiten
Kategorien
- 768 "Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
- 374 mehr meilen
- 370 Kurzware
- 368 "Drei Erwachen"
- 360 hug it
- 352 allerlei
- 325 Kurzware II
- 315 kleine Szenen
- 310 Kleinteile
- 304 rundgehen
- 223 "Die Augenzeugin"
- 167 nach dem Tritt
- 152 dreimal erwachen
- 93 T-Rixi
- 57 K.K.
- 39 miles
- 22 Jäger des nächsten Textes
- 16 Kurzgeschichte