"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 372
23. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Ein Angriff Manuela Dombrowskis auf Angelika?
Vor allem auf Angelika?
Das überstieg alles bisher bei mir Dagewesene.
Leider war nichts damit, Angelika das einfach geradeheraus mitzuteilen, Angelika darüber zu informieren, daß ihre Manu - ihre neue Freundin, Bekannte Manu - Manuela Dombrowski ist. Manu, das ist Manuela Dombrowski. Diese Manuela Dombrowski, die zwar verstorben war, allerdings mir ...
Manchmal konnte Angelika ziemlich empfindlich auf Dinge reagieren.
Ein einziger Anruf Angelikas im Meinhardt-Sanatorium, ein abgedunkelter Kleintransporter fuhr vorm Wohngebäude vor.
Mir würde in Angelikas Wohnung droben klargemacht, daß es das Beste für mich wäre, mich nicht zu wehren, mich in alles einzufinden, freiwillig mitzukommen.
Ergebnis: Auf unbestimmte Zeit hockte ich im Meinhardt-Sanatorium, wartete darauf, daß Angelika endlich so weit war, es ihr reichte, mich nur besuchen zu kommen. Daß Angelika mich wieder richtig wiederhaben wollte. Frau Doktor Hella, bitte übernehmen Sie!
Neue stundenlange Sitzungen für mich bei Frau Doktor Hella. Frau Doktor Hellas bohrende Fragen, zum tausendsten Mal die gleichen Antworten.
Was war überdies, saß ich im Meinhardt-Sanatorium, während in der Zwischenzeit irgendwas sich mit Angelika ereignete?
Ohne Angelika blieb höchstens noch meine Mutti, die ein Interesse daran haben konnte, mich wieder aus dem Meinhardt-Sanatorium herauszuholen.
Zu denken, ich würde aus dem Meinhardt-Sanatorium entlassen, bloß weil jetzt mit Angelika der fehlte, der dem Meinhardt-Sanatorium die sündteuren Rechnungen für mich zahlte - das war möglicherweise ein Denkfehler. Ohne weiteres konnte ich aus dem Meinhardt-Sanatorium in ein anderes Klinikum, eins für den unvermögenden Normalo-Bürger, verschifft werden. Für noch mehr Wochen, Monate. Sogar Jahre konnten einem daraus werden. Unnormales Verhalten gab es viel, und ich saß in der Mühle.
Hin und her habe ich überlegt.
Welche Möglichkeiten blieben mir? Worauf konnte ich schnell meinen Einsatz setzen?
Die Augen Manuela Dombrowskis waren fahrig, verhuscht gewesen, als sie im Loewen-Theater über mich drübergingen. Fanden nicht den allergeringsten Halt bei mir, obwohl sie mich sofort erkennen hätte müssen, wie ich sie erkannte ...
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