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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 388

28. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Ganz davon abgesehen, daß mein eigenes Bankkonto leer war. Keinen müden Cent hatte ich mehr oben. Angelika, die festhielt, daß mit keiner ihrer Scheckkarten am Donnerstag, dem sechzehnten Mai, in der Nacht Geld von einem ihrer Konten abgehoben wurde.

So weit Angelika das wußte, besaß ich kein Bargeld, mit dem ich für die Reise Richtung Geiersdorf bezahlen hätte können. Schließlich war sie, Angelika, diejenige, die das ganz genau wissen mußte, nachdem sie als meine Betreuerin für meine gesamten Geldgeschäfte zuständig war.

Höchstens, daß ich ein Auto gestohlen haben könnte.

War jedoch kein abgestelltes Fahrzeug in Geiersdorf oder in den Nachbarorten auffällig geworden, das von mir gelenkt worden sein könnte.

Blieb die Möglichkeit, daß ich als Autostopper unterwegs war. Wenn ich dabei Glück gehabt hätte, einen Fahrzeughalter mit direktem Bleifuß zu erwischen, der Richtung Geiersdorf hinunter unterwegs war.

 

Fazit: Unter bestimmten Voraussetzungen hätte es knapp für mich möglich sein können, in einem Fahrzeug kurz vor acht Uhr in der Umgebung von Geiersdorf anzukommen. 

Das, was dann des weiteren Fragen aufwarf: Was ist mit mir da nahe bei Geiersdorf passiert, daß ich einen Schock erleide, des größten Teils meiner Erinnerung verlustig gehe? Warum entledige ich mich meiner Kleidung, ausgerechnet Schlafanzughose, Hemd, Pantoffeln? Wer oder was hatte mich angegriffen, mir die Bißwunde über dem Kehlkopf zugefügt? Schließlich hatte ich dort aus dem Hals geblutet?

Der Blutverlust durch den Biß könnte unter anderem ebenfalls in einem bestimmten Maße für meine Demenz mitverantwortlich sein.

Da dahinter zu kommen, das war ein Problem für die in meiner Sache ermittelnde Polizeibehörde.

 

 

Aber mir, mir ist das ohnehin klar, wie ich auf die Bergwiese eingetroffen bin. Mit Hilfe des Fotos.

Auf der Blümchenwiese bei Manuela und Christine bin ich angekommen, als ich durch die Fotooberfläche hindurchglitt.

Zunächst war es mit Manuela und Christine ziemlich lustig zugegangen.

Bis ich den gesehen habe, der fotografiert hat ...

Gesehen habe ich IHN.

Meine Erinnerung verweigert sich mir, was den anbetrifft, will IHN mir nicht deutlich zeigen.

 

 

Scheißdreck, das Foto, Manuela und Christine auf der Blümchenwiese, das hat Angelika an das Meinhardt-Sanatorium weitergereicht. Doktor Entje hat es gekriegt.

Im Meinhardt-Sanatorium wurde ich mit dem Bild konfrontiert. Durfte draufstarren.

Geschehen ist deswegen allerdings nicht das geringste. Auch nicht, als Doktor Entje mich alleine gelassen hat.

 

 

Das Foto befindet sich momentan in meiner Behandlungsakte, die Doktor Entje und der Rest vom Meinhardt-Sanatorium für mich eingerichtet haben.

 

 

 

 

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