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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 389

29. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Sehr schwer für mich, daran heranzukommen. An diese Unterlagen. Mit dem Foto zwischengeheftet.

Mir das zu besorgen, dafür müßte ich schon in das Meinhardt-Sanatorium einsteigen. Bei Doktor Entje und in der Büroverwaltung herumsuchen. Beziehungsweise, bei wem immer das gesamte Paket im Moment herumliegt ...

 

Dabei besteht die Riesengefahr, daß ich erwischt werde.

Müßte ich mich sicherlich erklären.

Was veranlaßt mich dazu, meine Überlegung, in das Meinhardt-Sanatorium einzubrechen, wirklich in die Tat umzusetzen?

 

Wenn ich dann von dem Foto erzählen, den Zweck mitteile, warum ich das Fotowerk, auf dem Manuela und Christine Dombrowski auf einer Blümchenwiese herumstehen, unbedingt wiederhaben wollte.

Neue Wochen Meinhardt-Sanatorium ...

 

 

 

Als ob es bis heute nicht genügend Wochen gewesen wären.

 

 

*

 

Vierundzwanzigster Juni, foxy.jpg..

Des Nachts am Dienstag. 02:53 Uhr.

 

 

Ist es wieder?

 

 

Also ...

Ich habe vor fünf Tagen Mutti Dombrowski mit meinem Phönchen angerufen. Ein bißchen über dies und das mit Mutti Dombrowski palavert. Dann habe ich Mutti Dombrowski gefragt, ob sie weitere Bilder ihrer Tochter Manuela hätte, eventuell sogar noch eines mit Manuela mit kupferrotgefärbtem Haar.

Wenn Mutti Dombrowski ein solches bei Christine im Zimmer findet oder so, könnte sie es mir nicht schicken? Mir mit der Post heraufschicken?

 

Und, man stelle sich vor, Mutti Dombrowski hat mir wirklich ein neues Foto Manuelas zu mir herauf nach der Adresse Angelikas geschickt. In einem Briefumschlag, ohne Absender. An mich adressiert.

Ich habe den Brief unten aus dem Briefkasten geholt. Angelika hat davon nicht das geringste mitgekriegt hat.

 

 

Auf dem Foto steht Manuela vor einem großen Zierspiegel. Mannshoch. Oben bogenförmig abgerundetes, schwarzgestrichenes Metall. Mit Art orientalischen Schriftzeichen in Bogenmitte.

Ansonsten ist nichts von einer Umgebung zu erkennen als der Spiegel. Und Manuela mit ihrer langen, kupferrotfarbenen Kopfbehaarung.

 

In der Drogerie Schubert in Geiersdorf wurde die Fotografie entwickelt. An einem neunzehnten Juni.

Die Jahreszahl ist blaß. Könnten alle möglichen Zahlen sein.

 

 

 

 

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