"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 390
29. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
In dem Sinne nichts direkt Neues für mich ...
Die von der Drogerie Schubert in Geiersdorf waren zwar freundlich. Telefonisch wollten sie mir allerdings über keinen einzigen ihrer Kunden Auskunft geben.
Daß auf Fotos, die der Drogerie Schubert zum Entwickeln übergeben wurden, eine Manuela Dombrowski zu sehen gewesen wäre, jemand, der vor über einem Jahr in Geiersdorf bei einem Unfall ums Leben gekommen sei, davon wüßte niemand von der Drogerie Schubert nichts. Vielleicht sollte ich mit meinem Scherztelefon Schluß machen, jemand anders in Geiersdorf mit den Unsinn malträtieren.
Danach war mein Gespräch mit der Dame, Apothekengehilfin bei der Drogerie Schubert, relativ schnell beendet.
Bei jeder Gelegenheit, daß ich seit drei Tagen auf die neue Fotografie mit Manuela Dombrowski mit dem kupferfarbenen Haar oben draufstarre.
Die Frage, die sich mir stellt: Ist das auch so ein Bild? Tut sich auf ihm plötzlich etwas?
Irgendeine unübersichtliche Veränderung, wie ich sie mit Fotos, auf denen Manuela Dombrowski abgebildet war, bereits hatte.
Eingescannt habe ich das Foto. Um zu sehen, was die Augen dieser Manuela Dombrowski wiederspiegelten.
Auch hier war nichts - genauso wie auf den Manuela-Dombrowksi-Augen, die ich auf meinem alten Läppie, als ich noch im Wohnheim wohnte, vergrößert droben hatte.
Keine Art Wiederspiegelung von irgendwas der Umgebung. Als würde sich kein Licht in diesen Augen brechen.
Oder wäre die Fotosequenz nachbearbeitet.
Bloß - wer macht sich diese Arbeit?
Auf einem Foto - vielleicht. Aber, bei einer ganzen Bilderreihe?
Müßte jemand hübsch was zu verbergen haben, daß er sich sogar den Schnickschnack mit den Augen überlegt.
Das Thema ist Aufwand.
Oder brach sich in Manuela Dombrowskis Augen von Haus aus irgendwie kein Licht. Weil diese Manuela mit den kupferrotgefärbten Kopfbehaarung kein normaler lebender Mensch ist?
Und das ist es. Das übersteigt meinen geistigen Horizont.
Es macht mich frösteln. Wie Dinge, die mir bereits geschehen sind, zum Frösteln sind.
Der reinste Horror, der bei mir spielt.
Also - noch mal -, ich kann erzählen, daß ich in eine Fotografie, auf der mir die Szene nach der Art eines lediglich angehaltenen Monitorbildes in Bewegung geraten war, hineingeschlüpft bin.
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