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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 401

3. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Antwort: Weil ich wie ein Espenlaub durch die Gegend zitterte. Weil ich Angelika die Frage nicht beantworten wollte, was mir dermaßen Angst machte.

 

Hier, in foxy.jpg., kann ich das jedoch sorglos reflektieren, das mitteilen, wo ich meinen Angstzustand, meine deutlich sichtbare Zitterei herhatte.

Das Foto. Das EINE Foto.

Knapp nach halb sechs, nachdem Angelika und ich vom Einkaufen nach Hause gekommen waren, gemeinsam das eingekaufte Zeug weggeräumt hatten, bin ich kurz auf mein Zimmer.

Zwanghaft, das. Daß ich extra dorthin laufen mußte. ES hervorzuholen. Einen Moment, daß ich die Gelegenheit nützen wollte, einen kleinen Blick auf das eine Foto zu werfen.

 

Das Foto, das Manuela und Christine Dombrowski auf der Wiese beim Blumenpflücken abbildete - darauf hatte sich allerdings etwas getan.

Manuela und Christine Dombrowski, die waren aus dem Bild verschwunden.

Es schien ein ganz anderes, neues Foto zu sein.

Das zu überblicken, das war ein Schrecken. Gegen die Herzgegend habe ich meine Hand gekrallt. Beinahe hätte mich ein Herzschlag erwischt.

 

Aber - das war das EINE Foto. Das ich zwischen den Seiten meines dicken Ökologielexikons gelegt hatte. Kein anderes.

Fransen steht jetzt dort am Bild mitten auf der Blumenwiese. Wie selbstverständlich.

Fransen in seiner üblichen Kleidung. Schäbiger Trenchcoat. Braune Altherrenhose. Schäbige, schmutzige Wanderschuhe.

Fransen grinst bleckend, präsentiert dabei schwarze Zahnstummel. Den Arm hat Fransen zum Winken gehoben.

 

 

Wollte vorhin mit meinem Phon das Meinhardt-Sanatorium anrufen.

Die Nummer war bereits auf der Anzeige, ich hätte nur zu drücken brauchen.

Meine Phon-Nummer war nicht unterdrückt. Die vom Meinhardt-Sanatorium, die wären fix draufgekommen, wer der Anrufer war, auch wenn ich nichts gesprochen hätte.

Schließlich brauchen die Meinhardt-Sanatorium-Leute nur zurückzurufen, auf die Mobilbox zu kommen. Ganz davon abgesehen, daß sämtliche Nummern von mir und Angelika im Meinhardt-Sanatorium hinterlegt sind.

 

Dafür hätte ich jedoch ... Ein kleiner Fingerdruck hätte genügt.

 

 

 

 

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