"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 402
3. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Statt dessen das zu bewältigen, daß ich mein Phon aus der Hand gelegt habe. Um weitermachen, auf Fransen, Fransen auf der Fotoszene, herabzuglotzen.
Fransen und sein spöttisches Grinsegesicht.
Die Stimme, die Fransens.
Fransens Worte: 'Du und deine kleine reiche Freundin, ihr öffnet uns die Türe. Ihr laßt uns ein.
Ich, mich komischerweise bockig anhörend: 'Nein!'
Fransen: 'Du wirst tun, was dazu nötig ist. Du kannst nicht anders, als zu gehorchen.'
Ich, am Aufbegehren: 'Nein!'
Fransen: 'Ich kann dir nur wiederholen: Du kannst nicht anders.'
Ich höre mich komischerweise weiterhin alles andere als eingeschüchtert an. Ich: 'Wenn ich nicht anders kann, Dinge tun muß, warum redest du überhaupt lange darüber mit mir?'
Fransen: 'Deine kleine Freundin ist sehr verschlossen. Sehr schwer für uns, sie anzusprechen. Sie ist eigentlich das Problem. Deswegen solltest du endlich tun, was nötig ist, die Türe aufzumachen.'
Ich, ziemlich abgebrüht: 'Erklär mir das näher. Was soll ich genau machen, daß Angelika soll ...?'
Fransen: 'Du verstehst mich schon. Das nächste jetzt ist deine Sache. Du willst das doch auch, daß wir ...'
Ich widerspreche: 'Ich will das nicht!'
Fransen: 'Du meinst, du wärst dir noch nicht sicher. Beziehungsweise nicht ganz klar darüber, was du zu tun hast. Es sollte dir klar angesagt werden. Um unschuldig zu bleiben.'
Ich: 'Mir muß nichts gesagt werden.'
Fransen: 'Denke ich auch. Du hast dich nämlich längst entschieden. Ich denke, du weißt, was du zu tun hast. Also höre auf, weiter Zeit zu verschwenden, ja?'
Am Fußboden meines Zimmers bin ich zu mir gekommen.
Um mich herum war es hell. Was bedeutete, die Elektrizität war an. Mein Läppie war gerade dabei, neu hochzufahren.
Worte einer Unterhaltung, die ich glaube, daß ich sie mit Fransen geführt hätte, kreisten in meinem Kopf. So ähnlich habe ich sie im Gedächtnis.
Jede Menge Zeit war vergangen, seitdem ich mir das letztemal bewußt war. Es war knapp vor dreiviertel elf Uhr am Abend, zeigte die Leiste unten am Läppie-Monitor.
An der Wohnungstüre hörte ich einen Schlüssel.
Obwohl mir speiübel war, mich eigentlich auf mein Liege- und Sitzsofa hätte legen wollen, bin über die Zimmerschwelle getaumelt. Habe Angelika entgegengeblickt, Angelika, die mit einem Blumenstrauß in der Hand zur Türe hereinkommt.
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