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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 455

27. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Besonders in Erinnerung blieb Beppi das, als Tabert ansagte, zu einer für die Familie und alle anderen wichtigen Reise nach Südfrankreich aufbrechen zu wollen.

Niemand sonst, der Herrn Hans-Georg Tabert aus seinem engeren Umfeld begleiten durfte. Kein Bruder, kein anderer der Anwesenden. Nur Manu - Manuela Dombrowski, -, das Liebchen Taberts, sollte mitkommen. Für die Notgeilheit Taberts. Und dann natürlich, Fransen. Fransen, von dem zu der Zeit keiner länger etwas gesehen hatte, der jedoch rechtzeitig vor der Abreise Taberts wieder aufgetaucht war.

Dagegen hatte Malte, der an der Seite Taberts immer sichtbarer geworden war, etwas einzuwenden. Malte, der war der Meinung, er, Malte, er sollte bei der Fahrt dabei sein, nicht der Penner.

Ehe Malte bei Tabert mitmachte, war Malte der Chef eines Motorradklubs. Nachdem der Klub von der Polizei aufgelöst worden war, tauchte Malte immer öfter bei Tabert auf. Machte sich bei Tabert wichtig, schloß mehrere Geschäfte für Tabert erfolgreich ab und wurde rechts von Tabert immer wichtiger, wie es schien.

Ein gewaltiger Kerl war Malte, ein Berg von einem Mann, muskulös. Bestens kannte Malte sich mit Dopingmitteln aus.

Aber Tabert, Tabert, der eine saure Miene zog, dem reichte es jetzt mit Malte. Ein Wink Taberts, und Fransen, der sich Malte hinterrücks genähert hatte, hatte Malte im Griff. Ohne daß Malte trotz seiner stählernen Muskelkraft irgendwas dagegen unternehmen konnte.

Mit einem Schlagstock aus einer Schublade drosch Hans-Georg Tabert minutenlang auf Malte ein. Zähne, Knochensplitter, Fleischfetzen Maltes flogen überall im Raum rum. Kopf und Gesicht Maltes waren eine blutige breiige Masse.

Als Hans-Georg Tabert von seinem Treiben genug hatte, schleppte Fransen, der Malte mit einem Achselgriff um die Brust umfaßt hielt, Malte aus dem Raum hinaus.

Nie wieder, daß bei Tabert von Malte irgendwas zu sehen war. Spurlos verschwunden war Malte ab dem Zeitpunkt.

Niemand fragte nach Malte, nie eine Polizei oder ähnliches. Was Fransen am Schluß mit Malte gemacht hatte, blieb der Phantasie jedes einzelnen überlassen. Wäre auch keiner auf die Idee gekommen, wegen Malte bei Fransen nachzufragen. Oder bei Herrn Hans-Georg Tabert.

Und Hansi-Tabert, der fuhr daraufhin eben eine Stunde später am Nachmittag zusammen mit Manu und Fransen in einem neu angeschafften Gebrauchtwagen Richtung Frankreich ab.

 

Heinrich, der ältere Tabert-Bruder, war nach der Rückkehr Taberts aus Südfrankreich ziemlich besoffen.

 

 

 

 

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