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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 462

29. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Tiefe Dekolletés präsentierten Agathe und Regina, die bei mir in der Detektei Umschau Mitarbeiterinnen sind, als sie Herrn Siegfried Stegmann ihr Anliegen vorbrachten. Hübsche Rundungen, auf die Jungmann Siegfried ganz unverhohlen hinablinste, ohne lange viel in die Gesichter Agathes und Reginas zu blicken.

Gerade war bei Pfand Stifter im Ladengeschäft Flaute, so daß Siegfried bereit war, Agathe und Regina zu erlauben, mit ihm nach hinten mitzukommen. Keine Ahnung, was Herr Siegfried Stegmann dachte, daß im Nebenzimmer alles zwischen Agathe, Regina und ihm sich abspielen könnte.

Das Jahr der Abgabe des gesuchten Gegenstands wurde Herrn Siegfried Stegmann wiederholt, und Herr Siegfried Stegmann griff nach dem Aktenordner dieses Jahrgangs mit den ausgedruckten Ausgabe- und Abholbelegen. Herr Siegfried Stegmann erklärte, außer dem Ordner gäbe es leider nichts mehr. In dem Jahr drauf hätte es ein Problem mit einem Virus auf den von Pfand Stifter genutzten Rechnern gegeben. Weil Meyerl, ein seit Jahren entlassener Angestellter, während den Geschäftszeiten verbotenerweise eine Sex-e-Mail samt Anhang hatte öffnen müssen, hätte man sich bei Pfand Stifter ein Virus draufgeschafft. Der Virus hätte am Schluß dafür gesorgt, daß die Rechner nicht mal mehr einzuschalten waren. Sämtliche PCs, Laptops des Firmennetzes von Pfand Stifter mußten neu aufgesetzt werden. Zum Glück existierten jedoch weiterhin die papiernen Ausdrucke, die fein säuberlich in dem Aktenordner abgelegt wurden.

Wie hieß der Kunde schnell noch mal, der damals einen Gegenstand bei Pfand Stifter abgegeben hatte?

Reil. Herr Bernd Reil. Das war der Name. In Buchstaben - R-e-i-l. Reil, Bernd. Einen metallenen Spazierstock, den Herr Reil abgab, dafür zehn Euro erhielt.

Herr Siegfried Stegmann hatte die Augen an den Brüsten Agathes und Reginas festgesaugt, mußte wirklich daran erinnert werden, was er für Agathe und Regina eigentlich tun hatte wollen.

Unvermittelt hatte unser Mann Siegfried Stegmann eine launenhafte Anwandlung. Herr Siegfried Stegmann säuselte, daß das bei Pfand Stifter nicht üblich wäre, irgendwelchen betriebsfernen Leuten Einblick in Kundenunterlagen zu gewähren. Höchstens der Polizei, daß sie von Pfand Stifter etwas zeigen müßten, wenn von der Behörde nachgefragt würde. Bei Privatleuten wie Agathe und Regina könnte er, Herr Stegmann, sogar auf der Wache anrufen, Polizisten würden bei Pfand Stifter vorbeikommen.

Vor beugte sich Agathe zu Herrn Stegmann hin, daß die Schwerkraft Agathes Brüste nach unten zog. Sie, Agathe, und Regina, sie seien doch Detektivinnen, plapperte Agathe. Sie ermittelten in einem Fall. Wie die Polizei. Nur nicht im staatlichen Auftrag, sondern privat. Einen ganz, ganz kurzen Blick bloß wollten sie beide, sie, Agathe, und ihre Kollegin Regina, auf die Unterlagen werfen, bestimmt nichts mitnehmen. 

 

 

 

 

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