"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 481
7. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Um der Gegenwart von Herrn Lambertz zu entkommen, begaben Thomas und ich uns aus dem Haus Nummer 9 hinaus. Draußen besprachen Thomas und ich uns, hielten fest, daß wir auf die Blondine mit dem Familiennamen Benglisch warten sollten. Das konnte, wenn Frau Benglisch den Umzugsleuten half, nicht allzu lange dauern, bis Frau Denglisch wieder herunterkam.
Lange mußten Thomas und ich nicht hinwarten, bis Frau Benglisch mit einer dicken Vase in beiden Händen zur Haustüre heraustrat.
Ich redete die Blondine an, als sie die Vase am Gehsteig abgestellt hatte, meinte zu ihr, ob ich sie kurz etwas fragen dürfte.
Frau Benglisch war ohne weiteres bereit, sich mit uns, uns von der Detektei Umschau, zu unterhalten. Frau Benglisch wußte einen Schnellimbiß eine Straße weiter, dorthin spazierte Frau Benglisch mit Thomas und mir.
Am Tisch in dem Schnellimbiß erkundigte ich mich bei Frau Benglisch, warum sie auf Herrn Lambertz zornig wäre und die Familie Benglisch aus der Gründelicherstraße Nummer 9 ausziehen wolle.
Sofort brach es aus Frau Benglisch heraus. Die Sache, die wäre die, daß die Hemmkargs oben im vierten Stock von Hausmeister Lambertz, dem Hausbesitzer und der Polizei für alte Leute gehalten würden, nicht für Monster. Die Hemmkargs wären alt, uralt. So alt, wie die Hemmkargs wären, könnten die Hemmkargs wohl kaum irgendwas davon anstellen, was alles von ihnen erzählt würde. Hier würde ein Aufruhr veranstaltet, die einen steinalten Mann und eine steinalte Frau zum Mittelpunkt hätte, weil die beiden keinen guten Ruf hätten.
Sie selber, Frau Benglisch, hätte die Geschichten von den Hemmkargs vorher ja selber auch nicht glauben können, die man sich im Haus, in der Nachbarschaft, überhaupt in der ganzen Straße von den alten Hemmkargs zuraunte. Bis vor vier Tagen. Es war mitten in der Nacht. Sie, Frau Benglisch, hatte sich seit halb zwölf an der Seite ihres Mannes mehr oder weniger im Bett herumgewälzt. Es war einfach nichts für sie, einschlafen zu können. In ihr war den ganzen vergangenen Abend schon so ein eine Störung, das Gefühl einer Mißstimmung, von etwas Bedrohlichem. Ihr Mann Erhard, der hatte das nicht. Der fühlte sich ganz normal. Konnte in aller Ruhe vor seinem Laptop oder im Wohnzimmersessel vorm Fernseher hocken.
Dann, es war viertel über zwei Uhr in der Frühe, mußte Frau Benglisch raus aus dem Ehebett, aufs Klo. Von dort zurückkommend, wunderte sich Frau Benglisch erneut, wie kalt es am Flur wäre. Plötzlich dachte Frau Benglisch, sie hätte aus dem Zimmer ihrer siebenjährigen Tochter Gina was gehört. So, als spräche jemand zischend und schnell. Irgendwie hörte sich das nicht wie Klein Gina an. Telefonierte Gina nachts? Gina hatte ein Prepaid-Handy bekommen.
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