"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 485
10. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Immer wieder, daß das im Verlauf der Jahre passierte. Fragte man die Mädchen, Jungs, wie sie denn auf die Idee gekommen wären, zu den alten Hemmkargs in den vierten Stock im Haus Gründelicherstraße 9 hinaufzulaufen, um an der Wohnungstüre der alten Hemmkargs zu läuten oder bei den alten Hemmkargs die offenstehende Türe hineinzugehen in die Wohnung, antworteten die Jungs und Mädels, sie hätten zwar keinen der alten Hemmkargs gesehen, aber die Stimmen der alten Hemmkargs von droben gehört. So ihr Stimmen, lautlos. Wie mittels Gedankenübertragung. Direkt hinter den Ohren hörten sie die Stimmen. Die hypnotischen Worte sagten, man sollte doch hinaufkommen. Da gäbe es etwas Schönes; das könnten sie kriegen.
Es entspricht der Tatsache, daß, sobald ein Schulkind nicht von der Schule nach Hause kommt, ein, zwei Tage vermißt wird, sofort die alten Hemmkargs in Verdacht stehen. Die Polizei wird gerufen. Hin und wieder, daß in der Vergangenheit ein aufgebrachter Vater zu den alten Hemmkargs in den vierten Stock hochlief, bei den alten Hemmkargs vor der Wohnungstüre Rabatz machte.
Herr Polizeihauptmeister Leon Ingels haben Thomas und ich näher kennengelernt, Herr Doktor Weil-Esch. Herr Polizeihauptmeister Ingels hat Thomas und mich tatsächlich in sein Büro mitgenommen, mit uns geplaudert. Herr Polizeihauptmeister Ingels hat uns in dem Gespräch informiert, daß die alten Hemmkargs über die Jahre hinweg öfters junge Leute bei sich in der Wohnung im vierten Stock oben hatten.
Profan vermieteten die alten Hemmkargs ihre Wohnung im vierten Stock für Parties. Von denen einige sehr ausschweifend waren; nicht nur, was die Lautstärke der Musik anging.
Wenn von den Anwohnern, darunter wohnenden Nachbarn der alten Hemmkargs die Polizei in die Gründelicherstraße 9 gerufen wurde, die Beamten bei den alten Hemmkargs droben waren, rührte der schlechte Zustand der jungen Leute nicht daher, daß einer der alten Hemmkargs ihnen größere Dinge angetan hätte. Sondern hatte mit ausschweifender Sauferei zu tun, dem Rauchen und Schnupfen von Drogen, dem Gebrauch von besserem, schlechterem Spritzwerkzeug. Der Notarzt, der ab und an in die Gründelicherstraße Nummer 9 im vierten Stock eintraf, von den Partyfeiernden selbst herbeitelefoniert. Sanitäter, die die oder den Bedröhnten, knapp an der Überdosis, auf Tragen abtransportieren mußten, hinunter in den Rettungswagen.
Herr Ingels, der überraschend nette Polizeihauptmeister, bestätigte dann Thomas und mir dann doch, daß an dem Straßengeschwätz in der Gründelicherstraße etwas mehr dran ist. Herr Polizeihauptmeister Ingels erzählte, daß es immer wieder mal passierte, daß kleine Mädels, Jungs vom Spielplatz in der Nähe der Gründelicherstraße verschwanden. Daß vorsorglich im vierten Stock in der Gründelicherstraße 9 vorbeischauende Polizisten die Verschwundenen in der Wohnung der alten Hemmkargs auffanden.
485
Newsletter
Gib Deine E-Mail-Adresse ein, um bei zukünftigen Artikeln benachrichtigt zu werden.
Seiten
Kategorien
- 768 "Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
- 374 mehr meilen
- 370 Kurzware
- 368 "Drei Erwachen"
- 360 hug it
- 352 allerlei
- 325 Kurzware II
- 315 kleine Szenen
- 310 Kleinteile
- 304 rundgehen
- 223 "Die Augenzeugin"
- 167 nach dem Tritt
- 152 dreimal erwachen
- 93 T-Rixi
- 57 K.K.
- 39 miles
- 22 Jäger des nächsten Textes
- 16 Kurzgeschichte