"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 501
15. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: Gabi hatte ein Einzelzimmer? Sie und Sonja, ihre elfjährige Schwester, ein Zimmer zu zweit?
Frau Ramona Gleibt: War immer so, in den Ferien. Bei den Strauchingers am Hof. Im Jahr zuvor waren Gaby und Sonja auf einem Zimmer. Ich war die, ich hatte das Zimmer für mich alleine. Immer hatte eine von uns ein ganzes Zimmer. Die anderen beiden teilten sich das andere. War einfach so.
Detektei Umschau: Was hat Ihre Schwester Gaby eigentlich den Polizeibeamten erzählt, Frau Gleibt?
Frau Ramona Gleibt: Gaby hat den Polizeibeamten gesagt, daß sie ein Weilchen vor dem Rest der Familie wachgeworden ist. Keine Ahnung hätte sie, warum Vati, Mutti, Sonja und Mona und sie selber plötzlich eingeschlafen wären. Sie selber hätte aber nur kurz geschlafen, wäre aufgewacht. Während der Rest der Familie nicht aufwachte, fest weiterschlief. Mit Fransi sei sie ins Gespräch gekommen. Sie habe festgestellt, daß sie mit Fransi reden könnte. Fransi wollte uns, ihrer Familie, überhaupt nichts antun. Sie hätte Fransi schließlich gefragt, ob er sie, Gaby, und ihre Familie zu den Strauchingers auf dem Hof zurückführen wollte. Hat Fransi die Schulter gezuckt, gesagt, daß das für ihn kein Problem sei. Nur die Polizei, Polizei wolle er keine.
Detektei Umschau: Ah, ihr Vater hat aber trotzdem die Polizei gerufen. Wenn die Polizei von Ihrem Vati gerufen wurde, könnte es möglich sein, daß der Vorfall mit Ihnen im Wald auch in der Zeitung gestanden hat? Könnten wir eventuell einen Artikel davon auf den Lokalseiten finden?
Frau Ramona Gleibt: Kann sein. Weiß nicht. Habe bei den Strauchingers nie die lokale Zeitung gelesen, die in Geiersdorf ausgetragen worden ist. Tut mir leid.
Detektei Umschau: Wie ist das mit Gaby, Ihrer Schwester, weitergegangen, Frau Gleibt?
Frau Ramona Gleibt: Sonja und ich, wir haben in unserem Zimmer lange nicht einschlafen können. Geredet und geredet haben Sonja und ich immer wieder über das Geschehnis, das, was uns im Wald passiert war. Sonja hat zu mir gesagt, daß sie auch erst wachgeworden ist, als ich wachgeworden bin. Sonja konnte nicht verstehen, wie Gaby diesen ekligen Mann 'Fransi' nennen konnte. Als wäre 'Fransi' ihr bester Freund. Sonja hatte Angst vor 'Fransi'. Sonja wollte diesen 'Fransi' in ihrem Leben nicht wiedersehen. Mutti Soni hat Sonja und mich gegen zehn geweckt.
Detektei Umschau: Sie haben Ihrer Mutter dann sofort erzählt, was Sie da im Wald gesehen haben? Das von Gaby, Ihrer Schwester, mit diesem Fransen? Was die beiden getrieben haben ...?
Frau Ramona Gleibt: Nein. Ich war mir nicht mehr sicher, ob ich damit anfangen sollte. He, wenn es nicht stimmte. Wenn Gaby sagt, ich hätte wohl geträumt. Sie, Gaby, so einfach zusammen mit einem gräßlichen Mann, den sie nicht kennt. Der sich mitten am Platz im Wald aus der Erde ausgräbt ... Es paßte nicht. Es paßte eigentlich nicht zu Gaby, daß Gaby tun würde, was ich gesehen hatte. Oder glaubte, gesehen zu haben.
501
Newsletter
Gib Deine E-Mail-Adresse ein, um bei zukünftigen Artikeln benachrichtigt zu werden.
Seiten
Kategorien
- 768 "Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
- 374 mehr meilen
- 370 Kurzware
- 368 "Drei Erwachen"
- 360 hug it
- 352 allerlei
- 325 Kurzware II
- 315 kleine Szenen
- 310 Kleinteile
- 304 rundgehen
- 223 "Die Augenzeugin"
- 167 nach dem Tritt
- 152 dreimal erwachen
- 93 T-Rixi
- 57 K.K.
- 39 miles
- 22 Jäger des nächsten Textes
- 16 Kurzgeschichte