"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 508
18. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: Ihr Vati? Ihr Vater, der die Stiege hochgekommen war, hat Sie am Gang stehen gesehen, Frau Gleibt?
Frau Ramona Gleibt: Vati war die Stiege heraufgekommen. Und die Stöhnerei bei Gaby drinnen war wieder ganz dolle losgegangen. Auf mich kommt Vati zu. Ausdruckslos im Gesicht schaut Vati zu mir herunter. 'Was machst du hier am Gang, Mona?' fragt Vati mich mit gedämpfter Stimme. 'Muß aufs Klo', antworte ich mit brüchiger Stimme. Vati nickt zu mir hin. 'Gut, Mona', meint Vati: 'Dort hinten ist das Klo. Wenn du also mußt, dann ...' Vatis Finger zeigt mir den Weg. Ich habe zu Vati hinaufgenickt, mich auf dem Weg gemacht, schnell ins Badezimmer zu kommen. Als ich an der Badezimmertüre angekommen war, habe ich mich umgewandt. Ich sehe Vati vor der Türe zu Gabys Zimmer stehen, Vati horcht auf das in Gabys Zimmer. Dann blickt Vati komisch zu mir hin, ich mache schnell die Badtüre auf, verschwinde im Bad. Im Bad höre ich, daß Vati gegen Gabys Zimmertüre haut. Vati schreit, daß Gaby die Türe aufmachen soll, auf der Stelle.
Detektei Umschau: Gaby hat die Tür geöffnet?
Frau Ramona Gleibt: Ja.
Detektei Umschau: Was war?
Frau Ramona Gleibt: Ich habe nicht anders können, habe die Badtür wieder aufgemacht, von drinnen auf den Flurgang hinausgeschaut. 'Bist du wirklich noch ganz bei Trost, Gaby?' höre ich Vati Gaby fragen, Vati, der bei Gaby im Zimmer drinnen ist. Vati: 'Wie du dich in der Nacht aufführst, das kann doch nicht möglich sein. Was glaubst du denn - daß du ganz alleine im Haus bist? Warum tust du das, führst dich so auf?' Die Antwort Gabys habe ich nicht verstehen können. Dafür Vati: 'Deine Schwestern sollen daran schuld sein? Sie sollen denken ...? Wenn ich das Mutti jetzt, wird Mutti mir das nicht glauben. Hör zu, Gaby, wenn ich jetzt wieder unten bin, will ich nichts mehr weiter von Dir hören. Du fängst nicht wieder damit an, ja? Wenn ich morgen von den Strauchingers auf dein Gestöhne und Geschrei angesprochen werde, weiß ich nicht, was ich sagen soll. Werden ich und Mutti uns im Namen der Familie entschuldigen müssen. Aber du dich auch. Mit ein paar Worten zu den Strauchingers, ja? Was die Strauchingers nur von uns denken werden? Oder von dir? Dir hätte ich so was wirklich nicht zugetraut. Nur weil du deine Schwestern ärgern willst, so was dir einfallen zu lassen ... Du legst dich jetzt wieder schlafen, Gaby. Und - keinen Mucks mehr? Morgen reden wir aber noch ein paar Töne drüber.' Dann kommt Vati bei Gaby raus, und ich sehe zu, die Klotüre schnell zuzuziehen. Um mich hat Vati sich nicht weiter kümmern mögen, ist am Bad vorüber.'
Detektei Umschau: Sie reden nur von Gaby und Ihrem Vati? War denn sonst niemand bei Gaby im Zimmer drinnen? Oder - wie sollen wir das sehen?
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