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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 509

18. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Frau Ramona Gleibt: Als Gaby die Zimmertüre für Vati aufgemacht hat, hatte Gaby das Licht an. Ein Blick genügte Vati, Vati überschaute, daß keiner bei Gaby im Zimmer war. Wo hätte sich jemand bei Gaby im Zimmer verstecken können? Nur eine Kommode für Kleidung und so Sachen stand bei Gaby im Zimmer. Zwei Holzschemel zum Draufhocken. Sonst war da nichts. Und unter die Betten bei den Strauchingers auf den Zimmern sind wir selbst als kleinere Kinder nur schlecht druntergekommen, uns zu verstecken.

Detektei Umschau: Was hat Gaby? Gaby hat behauptet, wegen Ihrer Schwestern Sonja und wegen Ihnen, die im Nachbarzimmer lauschen mußten, sich so aufgeführt zu haben? Wenn wir Sie richtig verstanden haben, Frau Gleibt, war jedoch jemand zweites bei Gaby im Zimmer drinnen. Diese Person muß schnell zum Fenster raus sein, oder?

Frau Ramona Gleibt: Warum Vati nicht ans Fenster getreten ist, ich habe keine Ahnung? Gaby muß ihm den Weg verbaut haben ... War eine heiße Nacht, und das Fenster war bei Gaby offengestanden, der Vorhang vor. Wäre Vati zum Fenster, hätte Vati vielleicht die Leiter angelehnt gesehen. Oder auch nicht.

Detektei Umschau: Eine angelehnte Leiter?

Frau Ramona Gleibt: Warum ich das sicher weiß? Vor halb sechs Uhr früh bin ich mit den Strauchingers, Mutti, Sonja aus dem Haus hinaus. Zum Stall. Kühemelken. Mit der Hand. Sechs Kühe hatten die Strauchingers im Stall. Die wurden jeden Tag von uns allen mit den Händen gemolken. Nur Gaby hatte an dem Morgen keine Lust, kam nicht aus den Federn. Dann bin ich, als ich meine Stallarbeit getan hatte, zum Haus zurück und drumherum gelaufen. Unter das Fenster Gabys habe ich mich begeben. Und da hat mein Herz einen Sprung gemacht. Es waren wirklich die Rautenabdrücke einer Leiter im Blumenbeet. Verstehen Sie? Da war eine Leiter gestanden. Jemand hatte bei Gaby gefensterlt. Ich hatte den Beweis, daß wirklich jemand bei Gaby im Zimmer oben war. Daß Gabys Gelaber eine Lüge war. Daß Vati, wenn Vati bei Gaby im Zimmer direkt ans Fenster getreten wäre, vielleicht das obere Ende einer Leiter gesehen hätte.

Detektei Umschau: Hat sich aus ihrer nächtlichen Aufführung für Gaby irgendwas ergeben?

Frau Ramona Gleibt: Nein. Nichts. Am Frühstückstisch hat niemand darüber gesprochen. Über das ewig schöne Wetter wurde geredet, daß nur für die Urlauber gut war. He, Opa Strauchinger hatte Gaby im Blick. Hat Gaby so komisch angelinst, hatte ein Grinsen im Gesicht stehen. Opa Strauchinger, der gerne Patschehändchen bei Mädchen machte ... Gustl dagegen habe ich nichts angemerkt. Na ja, muß ja nicht jeder vom Gestöhne Gabys wach geworden sein. Schließlich hatte das Haus der Strauchingers doch ein paar Wände. Wenn auch dünne.

 

 

 

 

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