"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 540
29. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Frau Ramona Gleibt: Genau davon rede ich. Genau da davon. Wenn Gaby behauptete, daß sie IHN exklusiv für sich hätte, ich hätte Gaby das nicht wirklich bestätigen können. Jedenfalls konnte ich IHN auch zu Gesicht kriegen. Das heißt, ich wußte, wo ER war. Und zum Beweis, daß ich das nicht nur wußte, sondern daß ER wirklich da war, trat ER auch schon mal aus der nächtlichen Finsternis heraus, zeigte sich für mich im Straßenlampenlicht. Und Gaby ahnte davon nicht mal was. Nichts. Wie es aussah, hätte ich es Gaby extra erst sagen müssen.
Detektei Umschau: Echt wahr!
Frau Ramona Gleibt: Wußte, was ER von mir wollte. Zuerst aber wollte ER, daß ich zu IHM hinunterkommen soll. Nur ... Ich bin oben im Zimmer geblieben. Wenn ich nachts aufstand, zu IHM hinunterblickte - ganz heiß war mir, und das nicht, weil die Heizung zu weit aufgedreht war -, ER hervortrat ins Lampenlicht, hat ER mir gewunken. Mit jedem Tag wird ER ungeduldiger, gestikuliert mir, endlich zu IHM hinterzukommen.
Detektei Umschau: Und Gaby war da in ihrem Bett? Gaby wußte, ahnte - nichts?
Frau Ramona Gleibt: Gaby kam meist kurz nach neun von einer ihrer Freundinnen nach Hause. Anschließend war Gaby immer schnell auf ihrem Zimmer verschwunden. Gaby sagte, sie wäre müde. Was wahrscheinlich auch stimmte, so wie Gaby ihrer äußeren Erscheinung nach wirkte.
Detektei Umschau: Während ER die ganze Nacht damit verbrachte, quasi unter Ihrem Fenster zu stehen? In der frostigen Nacht?
Frau Ramona Gleibt: Ja.
Detektei Umschau: Die ganze Zeit sprechen wir von IHM, Gabys 'Fransi'? Von IHM, Herrn Drakonie Rupertus Wank? Dem Mann, den Sie, Frau Gleibt, auf dem von uns von der Detektei Umschau verfertigten Phantombild erkannt haben?
Frau Ramona Gleibt: Von dem spreche ich. Von keinem anderen.
Detektei Umschau: Und Sie sind wirklich nur oben auf Ihrem Zimmer geblieben, Frau Gleibt? Sind nicht mal hinunter, zu IHM?
Frau Ramona Gleibt: Tage waren vergangen. Mitte Januar war es nun schon. Und ER kam sofort aus dem Dunkel, sobald ich auch nur bei ausgeschaltetem Licht kurz an mein Zimmerfenster trat. Zu mir gestikulierte ER hinauf. Während ich IHN beobachtete, wild beobachtete. Aber auch sehnsuchtsvoll. So voller Sehnsucht. Ich weiß heute nicht recht, wie ich diesem Sehnen während diesen Tagen widerstehen konnte, um dann mit lautem Geräusch meinen Rolladen herunterfahren zu lassen. Vielleicht wegen Gaby. Gaby, meine Schwester, daß die das zwischen uns war. Zwischen mir und IHM. Schließlich war mir das gewiß, daß ER erst vor kurzem bei meiner Schwester Gaby war. Und, nachdem ER eng bei meiner Schwester war, wollte ER danach zu mir. Nach Gaby Gabys ältere Schwester ...
540
Newsletter
Gib Deine E-Mail-Adresse ein, um bei zukünftigen Artikeln benachrichtigt zu werden.
Seiten
Kategorien
- 768 "Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
- 374 mehr meilen
- 370 Kurzware
- 368 "Drei Erwachen"
- 360 hug it
- 352 allerlei
- 325 Kurzware II
- 315 kleine Szenen
- 310 Kleinteile
- 304 rundgehen
- 223 "Die Augenzeugin"
- 167 nach dem Tritt
- 152 dreimal erwachen
- 93 T-Rixi
- 57 K.K.
- 39 miles
- 22 Jäger des nächsten Textes
- 16 Kurzgeschichte