"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 545
30. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Frau Ramona Gleibt: Es war einfach unerträglich. Ausziehen wollte ich von daheim. Habe Omi angerufen, Omi mütterlicherseits. Omi war damit einverstanden, daß ich zu ihr ziehe. Als Mutti das von mir erfahren hat, ruft Mutti bei Omi an, setzt Omi die Dinge auseinander. Und zwar die, daß ich doch nicht mitten im Schuljahr zu ihr, Omi, ziehen könnte und damit die Schule wechseln. Ohne Grund. Auch wenn ich schon achtzehn war, konnte ich das nicht. Dann hat Omi mit mir telefoniert, hat Omi mir erklärt, was Mutti ihr, Omi, erklärt hatte. Bei Impi, meiner immer noch besten Freundin, war ich für ein paar Tage bei Impi und bei Impis Familie. Einzig, ich mußte wieder nach Hause. Eine schwere Zeit war das für mich. Gabi war eine einzige Bedrohung für Leib und Leben für mich. Und ich kam nicht raus aus der Wohnung meiner Eltern. Zur Rede stellte mich Mutti, was ICH getan hätte, daß solche Feindschaft zwischen Gaby und mir herrschte. Sage ich, daß Gaby ein Miststück wäre und daß es nur eine geben könnte: Gaby oder mich. Und weil Gaby in der Wohnung blieb, wollte ich, daß ich ausziehen dürfte. Daß Vati mir half, für mich eine Wohnung zu finden. Vati hätte die Beziehungen, Vati könnte die Leute auch bei der Miete herunterhandeln. Aber, mir half nichts. Nichts. Gaby und ich blieben in einer Wohnung.
Detektei Umschau: Zwischen Ihnen und IHM war wirklich nichts mehr, Frau Gleibt?
Frau Ramona Gleibt: ER war, was mich anging, nirgends mehr. Nichts, was ich wahrgenommen hätte. Das ganze Gefühl, alles, das mir verlorenging. Was ich vorher WUSSTE, jetzt war da nichts mehr. ER war fort. Nicht mehr in meiner Nähe.
Detektei Umschau: Was war mit Gaby? Ab wann fing es an, daß es Gaby schlecher zu gehen anfing?
Frau Ramona Gleibt: Oft war Gaby früh morgens sterbensbleich im Gesicht, torkelig. Was ich sah, wenn Gaby unter die Dusche schlich, war, daß Gaby ziemlich ausgelaugt war. Während der Rest der Familie das anscheinend nicht wie ich wahrnahm. Weil Gaby voll aufgebröselt, zugeschminkt am Frühstückstisch erschien, sich kräftig und voller Entschlußkraft gab. Daß Gaby nichts gegessen hätte, konnte man nicht sagen. Gaby schluckte dazu verschiedene Eisenpräparate. Gaby beschäftigte sich mit Blutbildung. Sonja erzählte mir, daß Gaby im Internet wegen 'Blutmehrung bei schlechtem Blut' recherchierte. Was man bei zu wenigen weißen Blutkörperchen, Immunschwäche tun sollte. Was war, wenn Leukämie bei einem auftrat. Das war Gabys großes Thema. Öfters blieb Gaby ein paar Tage abends daheim, besuchte keine ihrer 'Freundinnen'. Das hieß für mich, ER legte Pause bei ihr ein. Anders konnte ich mir das nicht denken. Ich meine, ganz klar war mir nicht, was ER bei Gaby anstellte; nur daß es Gaby dann zu viel wurde, das begriff ich.
Detektei Umschau: Was machte ER dann in der Zwischenzeit? Wissen Sie etwas davon, was ER anstellte, wenn ER sich von ihrer Schwester Gaby fernhielt?
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