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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 548

1. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Fortsetzung des Gesprächs von Frau Ramona Gleibt mit Mitarbeitern der Detektei Umschau (Frau Agathe Setzer und Frau Regina Datz; die Diktiergerätaufzeichnung ins Reine getippt hat Frau Agathe Setzer):

 

Detektei Umschau: Heute ist der dritte Dezember, halb sieben Uhr. Genaue Uhrzeit: 18:27 Uhr. Wir, Frau Agathe Setzer und Frau Regina Datz, Mitarbeiterinnen der Detektei Umschau, sind bei Frau Ramona Gleibt in der Wohnung eingetroffen. Wir befinden uns in Frau Ramona Gleibts Wohnzimmer. Frau Ramona Gleibt sitzt uns am Sofa gegenüber. Frau Ramona Gleibt, wie geht es Ihnen heute?

Frau Ramona Gleibt: Wie es eben jemandem geht, bei dem sich die Gedanken ständig im Kreis drehen. Seit gestern frage ich, warum eigentlich meine Schwester Gaby heute nicht mehr lebt, ich dagegen schon.

Detektei Umschau: Wie ist es denn zwischen Ihnen und Ihrer Schwester Gaby damals weitergegangen?

Frau Ramona Gleibt: Die Drohungen, die meine Schwester Gaby gegen mich ausgesprochen hatte, führten dazu, daß ich jedes Wochenende zu meiner Omi mütterlicherseits gefahren bin. Bei Omi bin ich von Freitag bis Sonntag geblieben. Außerdem habe ich Freundinnen von mir gefragt, ob ich nicht bei ihnen übernachten dürfte. Bei jeder Gelegenheit habe ich bei Impi oder anderen übernachtet. Meine Mutti habe ich bedrängt, ob Mutti mir nicht doch bei Vati helfen wollte. Damit Vati seine Beziehungen spielen ließ, damit ich zu einer eigenen Wohnung käme. Vati könnte mit den Leuten reden, daß sie mir bei der Monatsmiete und den Unkosten entgegenkämen. Das. Hat aber nicht viel genützt. Dringend über meinen Wunsch gesprochen hat Mutti mit Vati nicht. Statt dessen war der nächste Urlaub am Bauernhof bei den Strauchingers in Geiersdorf in Planung ... Trotzdem meinte Mutti irgendwann zu mir, daß nach der Zeugnisübergabe darüber geredet werden könnte, ob ich mir eine eigene Wohnung suchen dürfte. Groß war Vatis, Muttis Wunsch zwar nicht, daß ich von daheim auszog, solange ich noch in die Schule ging. Am Ende des nächsten Schuljahres hatte ich schließlich Abitur, konnte ich, wollte ich das, auf eine Universität gehen und mir eine Studentenbude suchen. Oder ich könnte mir eine Lehrstelle suchen. Hätte ich eigenes Geld, wäre das mit der eigenen Wohnung kein Problem.

Detektei Umschau: Das heißt, Frau Gleibt, Sie mußten daheim wohnen bleiben. Konnten Ihrer Schwester Gaby oft nicht aus dem Weg gehen. Es hat immer wieder Reibungen zwischen Gaby und Ihnen gegeben ...

Frau Ramona Gleibt: Ja. Nach Möglichkeit habe ich mich um nichts bei Gaby gekümmert. Hat Gaby mich angeschaut, habe ich sofort den Blick gesenkt. Wenn meine Schwester Gaby schlecht ausschaute, habe ich das ignoriert. Wieder kam es vor, daß Gaby nicht mehr in der Lage war, von selber aus dem Bett aufzustehen. In die Schule zu gehen, unmöglich für Gaby. Im April brachte ein Rettungswagen meine Schwester Gaby morgens wieder mal ins Krankenhaus. Nachdem Gaby so weit wieder auf den Beinen war, reiste Gaby zur Kur ab. Für drei Wochen. Das war im Mai.

 

 

 

 

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