"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 557
5. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: Ja, Frau Gleibt?
Frau Sonja Gleibt: So recht weiß ich das wirklich nicht, warum ich davon zu Ihnen spreche. Was das die Detektei Umschau eigentlich angeht. Aber gut. Über ein Jahr schleppte sich die Problematik bei Gabrielle dahin. Immer wieder, daß Gabrielle ins Krankenhaus gefahren werden mußte. Die Ärzte sprachen da zwar bereits von akuter Leukämie. Erkundigten sich danach, woher bei Gabrielle die stark erhöhten radioaktiven Werte kämen, die an Gabrielle gemessen wurden. Jeder unserer Familie hat immer wieder radioaktive Messungen an sich machen lassen. Aber weder bei meinem Mann, bei mir, bei meinen anderen Töchtern Ramona und Sonja war der Wert der gemessenen Radioaktivität jemals so hoch wie bei Gabrielle. Der erhöhten Radioaktivität in Gabrielles Körper gaben die Klinikumsärzte schließlich die Schuld daran, daß aus der akut auftretenden Leukämie bei Gabrielle eine chronische Leukämie wurde. Gabrielle war am Schluß unheilbar erkrankt. Die Lebenstage meiner Tochter Gabrielle waren gezähl. Die modernste Medizintechnik half Gabrielle nichts mehr. Es dauerte am Ende wirklich alles nicht mehr allzu lange. Es war, wie das Ärzteteam es voraussagte.
Detektei Umschau: Ihre Tochter Gabrielle hatte zu der Zeit, als ihre Erkrankung langsam akut wurde, eine Bekanntschaft mit einem älteren Mann. Das wissen wir aus den Erzählungen Ihrer älteren Tochter Ramona. Jemand, mit dem Sie, Frau Gleibt, zum ersten Mal mitten im Wald bei Geiersdorf auf eine komische Art und Weise zusammengetroffen sind. In der Geiersdorfer Gegend ist dieser Mann als 'Fransen' bekannt. Wie wir durch unsere Nachforschungen wissen, heißt der Mann mit vollem Namen Drakonie Rupertus Wank. Dürfen wir den Worten Ihrer Tochter Ramona glauben schenken, hat Ihre Tochter Gabrielle diesen Mann des öfteren geheim getroffen. Er könnte der Schuldige sein, derjenige, der schuld hat an den erhöhten Strahlenwerten bei Ihrer Tochter Gabrielle.
Frau Sonja Gleibt: Nein. Darüber unterhalte ich mich nicht mit Ihnen. Das ist zu mir zu blöde. Vielleicht hat mit der erhöhten radioaktiven Strahlung bei Gabrielles auch nur daran gelegen, daß es niemandem bekannt war, daß Gabrielles Körper die Radioaktivität stärker speichert als wir anderen. Sonst hätten wir diese Werte schließlich auch haben müssen. Schließlich waren wir nirgendwo anders als Gabrielle auch war. Sehen Sie, überall um uns herum gibt es radioaktive Strahlung. An manchen Orten ist sie höher als an anderen. Damit müssen wir leben. Es war eben Gabrielles Pech, daß sie strahlenempfindlicher war als andere Leute. Wie zum Beispiel wir, der Rest ihrer Familie.
Detektei Umschau: Das glauben Sie, Frau Gleibt?
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