"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 570
9. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: Sie sind betrunken, Herr Gleibt. Vielleicht kommen Sie wieder, wenn Sie nüchtern sind.
Herr Johann Gleibt: Warum denn? Haben Sie was dagegen, wenn ich mit Ihnen rede, zum Beispiel über meine geschiedene Frau?
Detektei Umschau: Na schön. Ihre Ehe ist, soweit wir darüber Bescheid wissen, in die Brüche gegangen, weil Sie, Herr Gleibt, fremdgegangen sind.
Herr Johann Gleibt: Und wenn schon. Deswegen muß die Spaßbremse mir nicht mein Geschäft kaputtmachen. Alles hat Soni mir mit ihren überhöhten Forderungen zerstört. Verlangt hat das Luder, daß ich sie auszahle. In die Privatinsolvenz bin ich gegangen, deswegen. Heute lebe ich knapp über Pennerniveau. Was die Scheidung mich kostete ... Bankkredite konnte ich nicht mehr bedienen. Meinen Innenstadtladen hat mich Soni gekostet.
Detektei Umschau: Ich kann nicht sehen, Herr Gleibt, wie wir hier Ihnen in der Sache weiterhelfen könnten.
Herr Johann Gleibt: Meine Frau ist sauber aus allem raus. Mich hat sie abgewickelt. Heute wohnt sie mit ihrem neuem Freund, einem linken Häusermakler, in einer großen Villa. Ihn, Eberhardt heißt der, möchte Soni noch dieses Jahr heiraten, hat mir Sonja erzählt.
Detektei Umschau: Und, Herr Gleibt ...? Wie können wir Ihnen dabei helfen?
Herr Johann Gleibt: Von Sonja, meiner jüngsten Tochter, weiß ich, daß Sie sich mit Ramona über so Ferienerlebnisse in Geiersdorf unterhalten haben. So Geschichten, Jahre her heute. Jetzt spricht Ramona nicht mehr mit Ihnen. Aber, wissen Sie, ich war damals auch dabei. Das eine oder andere habe ich auch mitgekriegt. Vielleicht könnte ich Ihnen da und dort ein bißchen weiterhelfen.
Detektei Umschau: Sicher, Herr Gleibt.
Herr Johann Gleibt: Eigentlich hatten wir bis zum Tod meiner Tochter Gabrielle ein paar mysteriöse Geschehnisse zu verarbeiten. So schwer zu verstehende Sachen. Weiß überhaupt nicht, ob es so gut für Ramona ist, wenn meine frührere Frau Leute an ihrer Arbeit hindert, die mehr Licht in die damaligen Vorkommnisse bringen wollen. Ich jedenfalls denke nicht daran, mich an irgendwas zu halten, was ein Anwalt meiner Ex-Frau Ihnen gegenüber verfügt hat. Außerdem sind Sie eine Detektei. Als Detektei ... Als eine Detektei könnte sogar ich Sie anstellen ...
Detektei Umschau: Klar, theoretisch könnten Sie das, Herr Gleibt. Sie sagten mir jedoch, daß Sie kein Geld haben ...
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