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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 58

6. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

 

Sachen bereden konnte ich mit Vati, seitdem ich mir die Uniform eines Soldaten anzog. Ganz ein andres Verhältnis war das als vorher.

 

 

Eigentlich ist Tatsache, daß das das Allerletzte ist, was die von mir denken. Das Aller-, Allerletzte.

 

 

Nicht ich bin der, der durchgeknallt ist.

Sondern Helen.

Helen, die die Religiösität voll in Besitz genommen hat.

 

 

Wie sich das Bild für Vatis und meine Kegelvereinfreunde wohl gemacht hätte ...?

Na, das, Tagebuch, wenn die Leute das erfahren hätten, ich und meine Gemahlin, die ihr Kopftuch auch daheim selten herunternimmt, immer verschleiert außer Haus geht, sogar hübsche Burkas sammelt, wir rollen uns alle fünf Minuten den Gebetsteppich aus, Richtung Mekka.

Helen, die Missionarin, die verlangt, daß jeder in ihrer Nähe das tun muß. Mit ihr mitzubeten. Also, ihre gesamte Familie, die meine - mein Vati, meine Mutti, meine Schwestern. Jeder, der mit ihr und mir irgendwie verwandt, befreundet ist, der das ihr, Helen, nachzutun hätte.

Schließlich kann es nur einen geben, einen Gott.

Oder es herrscht am Schluß kein gutes, angenehmes Miteinander. Ist das eine Stimmung, zum Mäusemelken. Bis man zur Einsicht gelangt ist, zu Ebru Islam zurückkommt, auch Ebru Islams Glauben angenommen hat.

 

Ansonsten, Ebru Islam braucht echt keinen.

Irgendwelche Ungläubigen? Wirklich nicht.

 

 

*

 

Siebzehnter Juli, mein Tagebuch.

Halb sieben Uhr am frühen Abend. Genaue Uhrzeit: 18:36.

 

 

Das ungeheuerliche Ding mit Manuela.

Eine Ungeheuerlichkeit, das mit Manuela.

 

Befremdlich.

Irritierend.

Wirr machend.

 

Wiederhole: Als älterer Teenager war ich knapp ein Jahr mit Manuela zusammen.

Danach war nichts mehr weiter zwischen Manuela und mir.

Kaum, daß wir uns mal wo wiedergesehen hätten.

 

Deshalb ...

 

 

Will damit fortfahren, verehrtes Tagebuch, das festzuhalten, woran ich mich erinnere. Was zwischen Manuela und mir geschah.

 

 

 

 

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