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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 589

16. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Der Verteidiger übrigens, Herr Doktor Weil-Esch, den Herr Josef Greitel hatte, der war alles andere als ein Pflichtverteidiger. Herrn Josef Greitels Mann für die Verteidigung gehört der Anwaltskanzlei Hansen&Co an. Hansen&Co, die Kanzlei, die unter anderem für Herrn Hans-Georg Tabert tätig ist. Im Augenblick kämpfen Hansen&Co für eine weitere Verkürzung von Herrn Hans-Georg Taberts Haftstrafe. Beziehungsweise dreht es sich bei Hansen&Co auch bereits darum, ob man Herrn Hans-Georg Tabert nicht eventuell dieses Jahr in die Freiheit entlassen könnte.

 

Was Babsy Tähl anging, die blieb spurlos verschwunden. Wohin Babsy Tähl verbracht worden sein könnte, blieb für die polizeiliche Behörde nicht erurierbar.

Herr Berthold Tähl, Babsy Tähls Vater, konnte das mit Babsy, seiner Tochter, nicht auf sich beruhen lassen. In einigen der Sex- und Swinger-Klubs der nahen, fernen Umgebung bekam Herr Berthold Tähl Hausverbot, weil er die Leute zu aufdringlich nach Babsy Tähl ausfragte, ein Foto Babsy Tähls aushängen wollte. 

Rache schwor Herr Berthold Tähl. Bei jeder Gelegenheit sagte Herr Berthold Tähl, daß Herr Josef Greitel für das zahlen würde, was er seiner behinderten Tochter Babsy angetan hätte. Sogar Morddrohungen sprach Herr Berthold Tähl gegen Herrn Josef Greitel aus.

Im September letzten Jahres meinte Herr Berthold Tähl plötzlich zu seiner Nichte Sophie, die mit Ehemann und Kindern Herrn Berthold Tähl auf dem Bauernhof besuchte, daß er jetzt wisse, was mit Babsy passiert wäre. Herr Josef Greitel hätte Babsy verkauft. Wie ein Stück Vieh am Viehmarkt hätte Greitel Babsy verkauft. An einen Großstadtzuhälter. Irgendwo in einer deutschen Großstadt müßte Babsy im Rotlichtmilieu für einen Menschenschänder schuften. Vielleicht wußte Babsy wegen ihrer geistigen Behinderung heute schon überhaupt nicht mehr, daß sie Babsy heißt. Sondern meinte, daß der Name, der ihr neu gegeben wurde, wirklich der ihre wäre; immer schon, daß Babsy diesen Namen hätte.

Umbringen würde er, Berthold Tähl, Herrn Josef Greitel. Das müßte Herr Josef Greitel büßen, daß er sich Babsy für eine Fixsumme abkaufen hatte lassen. Nur um seine dreckigen Pokerschulden auf einen Schlag bezahlen zu können, seine Gläubiger vom Hals zu kriegen.

Das hätte ihm, Herrn Berthold Tähl, nämlich einer gesteckt, daß das der Grund war, daß Herr Josef Greitel Babsy am Stück abgab. Eine Pokerschuld im privaten Kreis. Mit zwanzigprozentigem Zins.

 

Die Polizei konnte mit der Information, die Herr Berthold Tähl gab, nichts anfangen, Herr Dokor Weil. Weil derjenige, der Herrn Berthold Tähl das von Herrn Josef Greitel mitgeteilt hatte, Herrn Berthold Tähl am Telefon angerufen hatte, die Nummer unterdrückt. Außerdem ein Mobilfunktelefon, nicht mal das betreffende Netz dieser Stunde in den sich überschneidenden Netzen erurierbar.

 

 

 

 

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