"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 588
16. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Es wurde für ein paar Monate zur festen Einrichtung, daß Babsy Tähl in Klubs oder in extra für diesen Zweck gemieteten Wohnungen Männerkundschaft empfing.
Das gesamte Geld, das Babsy Tähl mit ihrer Dienstbarkeit am Mann verdiente, ging dabei zur Gänze an Herrn Josef Greitel, Herr Josef Greitel, der mit Babsy Tähls Umsatz seine Spielsucht bediente.
Das erklärte jedoch nicht Babsy Tähls spurloses Verschwinden. Nirgends mehr in der näheren Umgebung von Herrn Josef Greitel befand sich Babsy Tähl. Obwohl Herr Josef Greitel in Babsy Tähl eine hatte, bei der er sich darauf verlassen konnte, daß sie machte, was er wollte. Üblicherweise fuhr Herr Josef Greitel Babsy Tähl morgens nach Hause. Oder ließ Babsy Tähl, damit ihr Vater sich keine größeren Sorgen machte, bei Vater Berthold Tähl daheim am Bauernhof anrufen.
Die Frage, wo Babsy Tähl sich befinde, konnte Herr Josef Greitel den Polizisten, die ihn befragten, nicht beantworten. Herr Josef Greitel sagte aus, daß Babsy Tähl ihm im Klub Rosa weggelaufen wäre.
Der Klubbesitzer des Klubs Rosa bestätigte Herrn Josef Greitels Darstellung. Herr Josef Greitel sei gegen ein Uhr nachts aus dem Klub Rosa weggefahren. Im Klub Rosa wären drei Männer gewesen, die der Besitzer des Klubs Rosa schon zwei, drei Tage verschärft ins Auge gefaßt hatte. Einer dieser Kerle hätte eine besondere Vorliebe für Babsy Tähl gehabt. Immer nur Babsy Tähls Nähe hätte er gesucht. Dann wäre Herr Josef Greitel, der einen anderen Klub aufgesucht hatte, um etwas für Babsy Tähl klarzumachen, in den Klub Rosa zurückgekommen, und Herr Josef Greitel hätte Babsy nicht mehr bei den Mädels gefunden.
Herr Josef Greitel hatte sich die Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen lassen. Die drei Kerle wären um halb drei vorne aus dem Klub Rosa rausgegangen. Ohne Babsy Thäl. Babsy Tähl spazierte allerdings fünf Minuten später raus aus dem Klub Rosa, an die frische Luft. Herr Josef Greitel redete davon, zwei, drei Tage lang die Klubs der Umgebung abgegrast zu haben. Jeden hätte er, Greitel, getroffen, nur Babsy Thäl hätte er dabei nicht wiedergefunden. Babsy Tähl war auch für ihn, Josef Greitel, unauffindbar.
Weil er ein junges Mädchen mit Behinderung der Prostitution zugeführt hatte, wurde Herrn Josef Greitels Bewährung aufgehoben. In der Sache Babsy Tähl kam es zu einer Gerichtsverhandlung, in der Herr Josef Greitel zu vier Monaten verurteilt wurde.
Ingesamt hätte Herr Josef Greitel, rechnete man die ehemals auf Bewährung ausgesetzte Strafe hinzu, zwei Jahre im Gefängnis absitzen müssen. Nur legte Herrn Josef Greitels Anwalt Revision ein. Die Revisionsverhandlung war schnell angesetzt. Nach kurzen zweieinhalb Monaten war Herr Josef Greitel wieder ein freier Mann. Die restliche Zeit von den zwei Jahren, die Herr Josef Greitel des weiteren zu verbüßen gehabt hätte, wurde bei Herrn Josef Greitel erneut auf Bewährung ausgesetzt.
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