"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 627
30. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Gegen zweiundzwanzig Uhr dreißig verließ Frau Ramona Gleibt das Gelände von 'Ein Leben e.V.'. Nicht etwa, um ins Hotel Bertha zurückzukehren. Thomas und Regina, die Frau Ramona Gleibts Fahrzeug hinterherfuhren, ging es dann auf, daß Frau Ramona Gleibt ihr Fahrzeug dorthin lenkte, wo Herr Josef Hänsel wohnte.
Ihren Wagen parkte Frau Ramona Gleibt gegenüber dem Wohngebäude, in dem Herr Josef Hänsel ein Appartement bewohnt. Die Straße überquerte Frau Ramona Gleibt, klingelte bei Herrn Josef Hänsel droben, sprach in die Gegensprechanlage. Herr Josef Hänsel, der daheim war, sorgte von oben dafür, daß Frau Ramona Gleibt mit leichtem Schulterdruck die Haustürsperre lösen konnte. Frau Ramona Gleibt betrat das Haus.
Erst am nächsten Morgen gegen zwanzig nach sieben Uhr verließ Frau Ramona Gleibt das Gebäude wieder, in dem Josef Hänsel seine Wohnung hat. Durch die Stadt fuhr Frau Ramona Gleibt, stellte ihr Auto auf den Parkplatz nahe ihres Bankarbeitsplatzes. Zu Backwerk Heim begab Frau Ramona Gleibt sich hinein. In der Bäckerei mit Stehkaffee kaufte Frau Ramona Gleibt sich einen Becher Kaffee, Croissants. Zehn Minuten vor Arbeitsbeginn betrat Frau Ramona Gleibt wie üblich die Bank, um sich noch vor acht Uhr früh an ihren Arbeitsplatz hinter dem Kundenschalter zu setzen.
Gegen halb zehn Uhr am Vormittag hat Thomas, Mitarbeiter der Detektei Umschau, bei Herrn Josef Hänsel in der Wohnung geläutet. Zu Herrn Josef Hänsel fuhr Thomas im Aufzug hoch.
Ohne weiteres öffnete Herr Josef Hänsel Thomas die Wohnungstüre. Nicht viel drumherum schwatzte Thomas, meinte zu Herrn Hänsel, daß er wüßte, daß Frau Ramona Gleibt über Nacht bei ihm in der Wohnung gewesen wäre. Das müßte er, Hänsel, Thomas erklären, wie das sein hätte können.
Herr Josef Hänsel war voll aufgeräumt, hatte so was von allerbester Laune. Beschwingt gab Herr Josef Hänsel Thomas gegenüber kund, daß er und Mona die ganze Nacht durch gevögelt hätten; die ganze Nacht nichts als gevögelt. Heute, wenn Mona aus der Bank käme, würde sie sofort wieder zu ihm, Hansi, fahren, dann würde gegessen und weitergevögelt.
Thomas wollte das dann doch noch genauer wissen, erinnerte Herrn Josef Hänsel daran, daß Frau Ramona Gleibt ihm, Hansi, im letzten Monat eine mit der Weinflasche über die Birne gezogen hatte. Als Hänsel ungefähr dasselbe von Mona wollte.
Nein, nein, alles easy, erwiderte Herr Josef Hänsel. Mona hätte gestern so um dreiundzwanzig Uhr rum bei ihm, Hänsel, in der Wohnung geläutet. Hochgekommen wäre Mona. Die Wohnungstüre hätte er Mona aufgemacht. Dann war Josef Hänsel total überrascht, daß Mona richtiggehend auf ihn losgesprungen wäre, um ihn, Hänsel, mit Küssen zu überschütten. Mona heulte, entschuldigte sich immer wieder bei ihm, Hänsel, wegen dem mit der Weinflasche, überschüttete ihn mit ihren heißen Küssen.
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