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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 647

7. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Detektei Umschau: Für Sie ist die Geschichte dann aber eigentlich im Nu zuendegegangen, Frau Uschke, nicht wahr?

Frau Uschke: Ja. Weil die Haustür zufällig offenstand, waren die Rothaarige und ich im Gebäude drinnen, ohne groß klingeln zu müssen. Zum Lift sind wir durch die Halle. Dann ist schon der Lift heruntergekommen, und die Rothaarige und ich, wir haben uns verabschiedet. Das letzte ist, daß ich sehe, während die Lifttüre nach rechts zufährt, daß sich die Rothaarige mit dem Hinterteil auf die Sitzfläche des Rolldings draufsetzt. Zu mir hin grinst sie breit. Dann war zu, und die war fort. Damit war ich sofort irgendwie befreit. Tief habe ich durchgeatmet und mich frei gefühlt. Als wäre eine Last von meinen Schultern runtergekugelt.

Detektei Umschau: Das wäre das. Aber, Sie haben gesagt, Frau Uschke, Sie hätten noch etwas vergessen gehabt. Ja?

Frau Uschke: Ja. Drei Studentinnen waren das, die im dritten Stock in der Wohnung zusammenwohnten. Beate Ettnach war die, die in der Anwaltskanzlei, die für mich die Mietsachen regelt, als Hauptmieterin den Mietvertrag unterschrieben hatte. Das heißt, über das Konto Beate Ettnachs erhielt ich die Monatsmiete. Die beiden anderen Studentinnen, von denen ich wußte, daß sie in Beate Ettnachs Wohnung Zimmer hatten, zahlten beide ihren Mietanteil an Beate Ettnach. Beate Ettnach überwies die gesamte Summe an mich. So war das zwischen den dreien vereinbart. Dann sind elf, zwölf Tage vor dem, was sich gegenüber am Gebäude gegenüber am Flachdach abgespielt hatte, der Rettungs- und Notarztwägen bei mir vorm Haus eingetroffen.

Detektei Umschau: Auch daran erinnern Sie sich erst wieder seit kurzem, Frau Uschke?

Frau Uschke: Ja. Auch das hatte ich vergessen. Mit dem anderen zusammen ist mir aber auch das wieder eingefallen.

Detektei Umschau: Das alles zu vergessen, schon eine Sache. Vielleicht, weil das alles irgendwie zusammengehört ...? Oder was denken?

Frau Uschke: Ich denke, das sind Teile einer Geschichte ... Eine, die zusammengehört.

Detektei Umschau: An die Sie sich vielleicht nicht weiter erinnern sollten ...

Frau Uschke: Ich meine, ich hätte bei der Polizei vielleicht schon Sachen aussagen können. Dinge in Zusammenhang bringen. Und eine Person wäre zwangsläufig zur Sprache gekommen: die Rothaarige. Manu. Manu, die bei Beate Ettnach oben wohnte. Aber auch bei der auf der anderen Straßenseite, die vom Hausdach herunterstürzte. Durch mich hätten Beziehungen zu der Rothaarigen hergestellt werden können. Das mit der einen, die sich herunterstürzte, das ergab einen Selbstmord. Für die Polizei eine eindeutige Sache. Das andere, das war ein plötzlicher Todesfall. Aber sonst nichts, das ...

 

 

 

 

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