"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 662
13. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Wir von Detektei Umschau setzen uns, zeigen wir uns in Geiersdorf, unübersichtlichen Gefahren aus.
Wie Sie wissen, Herr Doktor Weil-Esch, hatte Thomas nach dem Tod Josef Greitels im Dezember eine Verabredung mit Klärchen Tabert in Klärchen Taberts Geiersdorfer Wohnung. Klärchen Tabert war wegen der Ermordung Josef Greitels auseinandergesetzt, verstört und damit einverstanden, Thomas für ein Gespräch in ihren Wohnräumen zu empfangen.
Auf dem Weg zu dem Haus, das Klärchen Tabert in Geiersdorf bewohnt, wurde Thomas tätlich angegriffen.
Über die Verletzungen, die Thomas erlitten hatte, habe ich Ihnen, Herr Doktor Weil-Esch, damals per Anruf und schriftlich Bescheid gegeben.
Stehen Thomas und Regina wie zufällig in der Nähe von Herrn Hans-Georg Taberts Bauerngehöft irgendwo geparkt.
Kaum, daß wir kurz das Richtmikrophon auf die Gebäude, die Herrn Hans-Georg Tabert gehören, ausgerichtet haben - obwohl wir wissen, daß das eine sinnlose Aktion ist, weil wir von drinnen aus der Tabert-Anlage nur atmosphärisches Geräusch hereinbekommen -, da spaziert ein Jäger mit Gewehr und Hund zu uns heran.
Selbst mitten in der Nacht geschieht das.
Genauso wie sie nächtens mit ihren Infrarotferngläsern auf ihren Ansitzen hocken, die Geiersdorfer Jägersleute. Im Umkreis des Tabert-Geländes.
Warum können Sie sich diese Verhältnisse eigentlich nicht vorstellen, Herr Doktor Weil-Esch?
Glauben Sie mir das, regelrecht Patrouille gefahren wird von ihren Freunden in Jagdkleidung für die Tabert-Leute.
Nirgendwo können wir von der Detektei Umschau uns länger hinparken, auf keinenm Wald- oder Feldweg. Ein, zwei, drei Minuten, dann stellen wir fest, daß ein Geländefahrzeug dahergefahren kommt. Von der Bergstraße aus abbiegt. Vor oder hinter dem Wagen, in dem Thomas und Regina sitzen, wird das Fahrzeug abgestellt.
Mann oder Frau in sauberer Jagdmode steigen aus, hängen sich einen Schießprügel über. Wie von ungefähr wird ein Weilchen herumgestanden. Hin und wieder wird ausgiebig nach Thomas und Regina hingeguckt, dabei bedeutsam am Gewehrlauf und Höhe Entsicherung gefingert.
Fahren Thomas und Regina nicht langsam ab, kommen die Herrschaften heran. An der Fahrerseite wird mit dem Fingerknöchel gegen das Glas geklopft. Hier wäre Jagdgebiet; wäre hier Jagd, könnte niemand hier für lange parken, werden Thomas und Regina unterrichtet. Thomas und Regina schauen interessiert.
662
Newsletter
Gib Deine E-Mail-Adresse ein, um bei zukünftigen Artikeln benachrichtigt zu werden.
Seiten
Kategorien
- 768 "Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
- 374 mehr meilen
- 370 Kurzware
- 368 "Drei Erwachen"
- 360 hug it
- 352 allerlei
- 325 Kurzware II
- 315 kleine Szenen
- 310 Kleinteile
- 304 rundgehen
- 223 "Die Augenzeugin"
- 167 nach dem Tritt
- 152 dreimal erwachen
- 93 T-Rixi
- 57 K.K.
- 39 miles
- 22 Jäger des nächsten Textes
- 16 Kurzgeschichte