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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 682

19. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Herr Müller: Was meine Frau sich da gemerkt hat, wenn das so war, da wird man krank im Kopf von. Reicht mir voll und ganz, Vio zuhören zu müssen, was Vio sich da gemerkt hat. Daß es nebenan bei uns so zugegangen ist, ich kann's nicht glauben. Nicht zu fassen. Wäre ich nie drauf gekommen. Dachte, diese Mona, die arbeitet bei einer Bank. Und, was diesen Hänsel angeht, von dem hab ich gedacht, der hat momentan eine schwere Zeit, weil, der ist arbeitlos. Kann er froh sein, daß er noch eine Freundin wie diese Mona hat, wenn er keine Arbeit hat. Eine, die bei einer Bank arbeitet. So was aber, was meine Frau mitgehört hat ... So Verhältnisse ... Unvorstellbar. Nein, danke!

Detektei Umschau: Das alles, was Sie vorhin sagten, Frau Müller, haben Sie durch die offenstehende Türe mitgehört. Schon detalliert, wie Sie das erzählen.

Frau Müller: Ich erzähl Ihnen das, wie's mir in den Kopf kommt.

Herr Müller: Auf der Polizei hat's Vio genauso erzählt. Eigentlich reicht das auch. Wenn Sie's nicht interessiert, können Sie ja jetzt gehen. Wer sind Sie denn eigentlich? Eigentlich sollten Sie froh sein, hier drinnen hocken und sich anhören zu dürfen, was Vio, meine Frau, Ihnen erzählt.

Detektei Umschau: Schon gut, Herr Müller. Wir würden gerne hören, wie es weitergegangen ist. Bitte, Frau Müller, wenn Sie weitererzählen würden ...

Frau Müller: Einen Aufschrei von dieser Mona habe ich gehört. Ein Schlag trifft die Wohnungstüre. Als wäre diese Mona dagegengestoßen worden. Aber die Tür schnappt wieder nicht ins Schloß, sondern zurück. Ich muß sagen, ich hatte mich in dem Moment ganz schön erschrocken. Das Herz wär mir beinahe stehengeblieben. Ich höre Hänsel: 'Ich bin dein Herr. Ich sage dir, wo's langgeht. Sag mir, daß ich dein Herr bin. Kein anderer.' Diese Mona: 'Du bist mein Herr, Hänsel. Ich tue, was du sagst. Alles. Aber nur, weil ER gesagt hat, daß ich das tun soll.' Hänsel: 'Nein, du -! Ich bin dein Herr. Dein einziger Herr. Ich kann tun und lassen mit dir, was ich will. Umbringen könnt ich dich ...' Mona: 'Mach es doch. Los. Los.' Ein dumpfer Schlag. 'Au!' höre ich von Mona. Hänsel: 'Hahaha, Mona! Hahaha! Ich werd dir doch nichts Schlimmeres antun, meine Untertänigste. Alles wird so weitergehen, wie die letzten Monate auch. Du kommst nach der Arbeit zu mir. Du wirst tun und lassen, was ich will. Los, knie dich hin. Knie dich hin.' Mona: 'Ja.' Hänsel: 'Schön, wie du knieen kannst, Mona. So gefällt mir das. Und ich glaube nicht, daß ich dir erlauben werde, rauszugehen. Erst wenn deine Zeit heute bei mir um ist, kannst du gehen. Bis dahin aber ...' Die Wohnungstüre kriegte einen unvermittelten Stoß. Jetzt war die Tür zu. Von drinnen höre ich ein gedämpftes Kreischen. Hänsel mußte ihr sehr weh getan haben, dieser Mona. Ich war wirklich so was von froh, daß diese Mona nicht zu mir rausgekommen ist, Hänsel nicht hat sagen können, daß ich vor seiner Wohnungstüre stehe, lausche. Zum Weiterputzen hatte ich keine Lust mehr. Bin zu Gerd in die Wohnung. Bei Gerd in der Küche war ich ziemlich verstört.

 

 

 

 

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