"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 697
25. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Oder war das, Manuela Dombrowskis Sarg zu öffnen, etwas, was auch Herr Doktor Gregorius Weil-Esch beabsichtigt hatte?
Nicht etwa mit uns, den Leuten der Detektei Umschau zusammen. Sondern mit Ihnen, Herr Weil-Esch junior. Mit dabei in der Planung: Tim Herd, der Bruder Ihrer amerikanischen Ehefrau.
Ihr Anwalt, Herr Weil-Esch junior, der war nicht eben erfolgreich darin, Sie und ihren Freund Tim Herd aus den Zellen herauszuholen.
Eine hübsche Sammlung an Vergehen, die Sie sich zuschulden kommen hatten lassen: Sie und Tim Herd haben sich gegenüber den Polizisten sowohl am Gnaden-Friedhof und auch noch auf dem Präsidium ungebührlich aufgeführt. Zähle ich einmal Ihre Delikte im einzelnen auf: unerlaubtes Eindringen auf Kirchengebiet, Störung der Totenruhe, Grabschändung, Vandalismus, allgemeine öffentliche Ruhestörung, Beleidigung von Polizeibeamten im Dienst, Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Es scheint, Sie, Herr Weil-Esch junior, und Tim Herd, der Bruder Ihrer Frau, sind nur deshalb auf freiem Fuß, weil Ihre Mutter Anastacia sich einmischte. Sie hat eine Summe von einhunderttausend an Kaution gezahlt.
Eine Summe ist das, ich weiß das nicht aus dem Stegreif, ob Sie und Tim Herd dieses Geld so einfach aufbringen hätten können.
Eigentlich alles nicht unser Problem, keines der Detektei Umschau.
Was wir von der Detektei Umschau uns fragen: Und, Herr Weil-Esch? Wie war das Ergebnis? Waren und sind Sie damit zufrieden?
Frau Tatjana Christine Dombrowski, die Mutter Manuela Dombrowskis, sagt, ihre Tochter Manuela sei immer noch im Sarg gelegen. Aber, direkt zu Frau Tatjana Christine Dombrowski, der Mutter, gesagt, hat das keiner von den behördlichen Leuten. Wie Herrn Augustin, meinem Partner bei der Detektei Umschau, plötzlich unheimlicherweise als Gedanke gekommen ist.
Muß man sich vorstellen, Herr Augustin hat plötzlich seine Zweifel. Eigentlich setzt man das ja voraus, daß Manuela Dombrowski in ihrem Sarg drinnen liegt. Verstorben wie sie war.
Nur, warum redet keiner eindeutig darüber? Warum spricht das keiner deutlich aus, sagt, ja, Manuela Dombrowski, wir haben sie in ihrem Sarg gesehen, ihre Überreste?
Bitte, Herr Weil-Esch teilen Sie uns das doch mit: War Frau Manuela Dombrowski nun in ihrem Sarg? War etwas, das einmal Frau Manuela Dombrowski war, in dem Sarg?
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