"Etwas durfte 'Alpha' werden ...": 03
6. Februar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzgeschichte
Es gab bereits sehr moderne Kameras. Ausreichend eine Qualität für vielerlei Zwecke. Nahmen in den dreißiger Jahren jetzt den Ton zum Farbbild auf.
Für die Geschichte, um die es sich in diesen Zeilen hier dreht, hatte ein Kameramann des Jahres '33 entweder den technischen Kram ohnehin bei sich daheim. Oder sich das, was er für seine Zwecke brauchte, nach Hause geholt. Ungefragt oder mit Erlaubnis. Vielleicht aus einem bestens ausstaffierten Foto- oder richtigen Filmstudio.
Der deutsche Film, der war zur damaligen Zeit ziemliche Weltklasse. Sagenhaft der Ruf der "Ufa-Filmstudios" mit der Filmstadt Babelsberg.
Ich meine, voll der Ruhm. Für schauspielerische Leistungen, innovative Filmtechnik und Einfälle. Ehe haufenweise Schauspieler, Regisseure, Studiomitarbeiter wie Bild- und Tontechniker, Requisiten- und Kulissenbaumeister ins Ausland abwandern mußten. Zum Beispiel nach Hollywood.
Die Gründe dafür allseits bekannt.
Die Dietrich, Lubitsch ...
Die Idee des kameratechnisch hochwertig ausgerüsteten Menschen und seiner Freunde, -innen war, an eine Fensterluke oben am Gebäude eine Kamera mit allem Drum und Dran fixiert anzubringen. Das Kameraobjektiv auf den Stadtplatz unterhalb ausgerichtet, ein paar Stockwerke tiefer.
Die Kameralinse sollte Zeuge sein. Für ein Zeitdokument. Was abging in der Berliner Innenstadt.
War die Filmrolle voll, daß diese bei Gelegenheit ausgewechselt wurde. Einige Rollen, die auf solche Weise zusammenkamen.
Jahrzehnte später erst auf dem Dachboden des städtischen Gebäudes in einer Kiste wiederentdeckt.
Das, was die allerbeste Kameratechnik des Jahres '33 von der Welt unterhalb aufnahm, war nächtliche Berliner Platz- und Straßenlandschaft. Innenstadtumgebung, von elektrischen Straßenlaternen aufgehellt.
Für die Ohren außerdem jede Menge vielschichtiges Gelärme. Hörbares von den Vorgängen, die sicherlich die gesamte Stadtkulisse in der Art beherrschten.
Diverses, was davon berichtet, daß der Schlaf der Menschen in den Häusern während jener Tage bestimmt nicht der beste gewesen sein konnte. Es sei denn, man lebte hinter ausreichend dicken Mauern, hatte bestens gedämmte Fenster.
Auf einem der besagten Filme, der der Nachwelt erhalten geblieben ist ...
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