Da und dort
12. Juli 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
Dort, in den Gebieten, kann dir passieren, daß einer, der vorgibt, ein ganz großer Verehrer einer Religion zu sein, bei dir ankommt, dich mit vorgehaltener Waffe fragt, warum du nicht in den Tempel kommst; öfters am Tag solltest du das. Sagst du zu ihm, du gehörst seiner Religion nicht an, hast auch keine Lust, bei ihr dazuzugehören, wirst du möglicherweise schneller erschossen, als du dir das vorstellen kannst.
Das ist dort.
Aber - hier sind sie auch.
Hier verlangen sie Glaubensfreiheit, Duldsamkeit, Toleranz. Möchten ihren Glauben wertfrei verbreiten dürfen. Ihre religiösen Ansager stellen sich bei dir an, geben sich freundlich, bitten dich. Auch zusammensitzen kannst du mit ihnen, dich mit ihnen über Religion unterhalten. Andere Religionen sind bei der Plauderei auch ein Thema. Du erfährst nebenher, daß ihre Religion mittlerweile ziemlich gewachsen ist. Viele, viele besuchen ihre Gebetstempel. Sie sind geradezu jetzt zu einem gewissen Machtfaktor geworden, der sogar an den Schulen Religionsunterricht abhalten darf. Wichtig sind sie.
Was man nicht mehr leugnen kann, wenn man keine Tomaten auf den Augen hat.
Und - was das mit der Gewalt angeht. Natürlich sind sie gegen Gewalt. Es kommt eben mal vor, daß einer, der mit denen von dort sympathisiert, die mit den Waffen ... Schlimm, schlimm. Daß der eine Predigt hält, sich aufführt, als hätte er Tollwut. Man kann aber doch nicht jeden vorher kennen. Darüber Bescheid wissen, was der von der Kanzel herunter von sich gibt; oft ist das auch ganz spontan.
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