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Blog von TeddeMehr

Von der Halde

22. Juli 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

Die politische Müllhalde, angefüllt mit allem, besonders auch mit jeder Menge Religion. Schließlich hat's früher schon öfters gegeben, daß politische Führer auch religiöse sein wollten. Alles in einem, das mit der Königskrone und das mit der Gottgleichheit; eigentlich hat das 'nen Bart.

Politik und Religion, im Grunde eng verbandelt. Wo immer bigott-frommes Gehabe dem eigenen Machterhalt diente, man war dabei.

Man kann auf der politischen Müllkippe alles mögliche Müffelige sehen. Jede Art Gestank, die ätzendsten, bösartigsten Dämpfe, Schmutz, widerlicher Dreck wird da beim Herumkrabbeln auf der Halde ertragen. Bei den verrücktesten Ausgrabungsarbeiten tragen welche keine Atemschutzmasken..Innige Gebete werden lauthals gesprochen. Die irrsten Gottes-Anrufungen kann man dort aus Grubeb erlauschen, in die man besser nicht tiefer hinunterschauen sollte.

Besonders beliebt in der miefigen Haldengegend sind denn die verschiedenen Ein-Gottes-Glauben. Der eine reduktive Gott, der ist voll der totale Bringer. Ein Gott, mit dem man scheinbar alles anstellen kann, beim dumpfbackigen Volk. Den Schafen, die weiden, während die Wächter mit ihren Hunden dabeistehen.

Jede Art von Menschenrasse schlittert, rutscht so mit ihren Ausgrabungsgeräten, mit den Versuchen, sich zu parfümieren, damit nichts mehr bei einem riecht, auf der Kippe rum. Es stürzen sich welche geradezu lustvoll in jede Jauche, tauchen tief in sie hinab, weil sie denken, von dort drunten aus der Dunkelheit ließe sich doch gut was heraufholen, das sie gut für sich gebrauchen könnte.

Arabische, afrikanische, asiatische Worte waren auf der Kippe seit längerem zu erlauschen gewesen. In der letzten Zeit klingen aber wieder vermehrt europäische Sprachen bei ihnen in der Nähe auf. Insbesondere das Englische vernimmt man öfters. Erkennt sogar solche, so Cowboys aus Nord-, nicht Südamerika, die wichtigtuerisch am Suchen sind. Den schlimmsten, unglaublichsten Dreck durchwühlen, sich für nichts zu schade scheinen. Wenn sie was Nettes für den eigenen Gebrauch entdeckt zu haben glauben.

Es ist auch wahr: Des öfteren kommt was zum Vorschein, glänzt und flunkert, daß es ihnen nützlich scheint. Sie heben was tanzend vor Freude auf, recken es gen Himmel. Kreischen in einer Tour, damit könnt man was machen. Das wäre es doch. Jede Art Anständigkeit, Ehrlichkeit, gerade noch gut, sie an den Schulen den Kindern zu lehren. Aber selber bei einem kaum mehr in Gebrauch. Für einen selber gilt das lange nicht mehr.

Da ist alles bestens, was der eigenen Macht nützt. Damit die Machtfülle bald nie mehr vergeht.

 

 

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