Das Weichspülen, Schönen von Zahlen. Das Verharmlosen von Geschehnissen. Es so in den eigenen Schulbüchern darstellen. Weltuntergang, würden andere sich das erlauben, das so an den Schulen rüberbringen zu wollen. Das wäre vielleicht ein Geschrei auf der Weltbühne.
Die Schulkinder in der Türke, die das aber so lernen müssen. Was den Marsch der Armenier angeht. Das Harmlose, Beschönigende, die viel geringeren Opferzahlen.
Die etwas andere Darstellungsweise, wie es dazu kam, daß sich ungezählte Armenier auf den Marsch machen mußten. Ihre Häuser verlassen, ihren Besitz aufgeben. Um sich auf einen langen Marsch zu begeben, dicht an dicht, begleitet von türkischen Milizen, Soldatenverbänden, manchmal sogar Deutschen-Kaiserreich-Reitern. Welchen auf schönen Pferden.
Und das nicht als Begleitung zum Schutz.
Immer und überall konnte alles möglich passieren. So ein Ausbruch der Gewalt. Kugeln, Geschosse, im ersten Weltkrieg verschwendet. Unter anderem Munition von gewissen Deutschsprachigen, die dem Reichs-Kaiser Treue geschworen hatten.
Das verlangen die also in der Türkei, daß die in der europäischen Region Deutschland was dafür unternehmen, daß das, was damals im Jahre '16 im Laufe des ersten Weltkriegs abging, wieder nicht mehr "Völkermord" genannt wird. Wie das deutsche Parlament es nach langem hin und her und mit vielen Jahren Vorlauf schließlich doch noch beschlossen hat. Und zwar das, daß was tatsächlich "Völkermord" heißen muß.
Quasi, alles erst vor ein paar Monaten im Jahre '16 nach dem Millenium parlamentarisch so festgehalten, sollen die in der deutschen Europaregion ihre Sicht wieder dem türkischen Schulwissen anpassen.
Daß alles wieder geschönt rüberkommt, wie die Türken das haben wollen.
Von einem "Völkermord" soll nicht die Rede sein. Das verlangt scheinbar so ein türkischer Stolz, daß dieses Bild, das wegen der Parlamentsresolution vielleicht der Weltöffentlichkeit deutlicher wurde, wieder zurechtgerückt würde. Daß das wieder übersehen würde, es überall die türkische Sicht zurückbrächte.
Es kann von der Türkei und ihren derzeitigen Machthabern ja nicht eingestanden werden, wie das früher zuging bei ihnen. Daß es Günde dafür gibt, etwas "Völkermord" zu nennen. Daß es in einem Parlament auch so genannt werden könnte, wenn man es sich genauer betrachtet.
Was gibt's denn dazu noch zu sagen?
Ach ja, das damals, das waren die Armenier.
Heute sind da die Kurden.
Die kurdische Volksgruppe in der Türkei. Die Kurden, die zwar auch Türken sein sollen. Aber ... Die Türken, die auf sie herabblicken. Die Kurden, die alteingesessen in ihren eigenen Städten, Dörfern leben. Unter mit den Jahren zugezogenen Türken.
Das echte Gespräch mit den Kurden wurde abgebrochen ...
Statt dessen werden die Kurden bei jeder Gelegenheit nichts als "Terroristen" genannt. Daß man sich fragen könnte: Wer ist hier eigentlich der Terrorist? Sollte man nicht vielleicht mal besser ausleuchten, was die türkische Soldateska, unterstützt von Milizionären, allesamt ständig zum Zwecke der "Terrorbekämpfung" unterwegs, in den Kurden-Städten, -Dörfern treibt.
Jener türkische Herr. Der, der ein Landesteil besetzt hält. Eine Region Kurdistans. Recht lange jetzt schon.
Deutlich sichtbar steht das Gesicht der türkischen Besatzungsmacht momentan im Licht der Weltöffentlichkeit.
Da sind keine Türken in der Türkei, alles Türken, ein Türke unter gleichen Türken, nein, das sind Massen von Kurden in der Türkei. Ein Kurde ist anscheinend nur sehr schwer ein Türke, Eher ein "Terrorist". Mit einem Kurden kann man sich nur sehr schwer verständigen. Als jemanden, der nicht mit sich reden läßt, kann man mit dem Kurden ...
Wie gut ausgeleuchtet das eigentlich für die Welt ist, der Wahnsinn.
Und: Gegen eine Terror-Miliz wird gekämpft, die einen Riesenstaat entstehen lassen wollte. Von dem eigentlich auch die Türkei ein ziemlich großer Teil wäre.
Frage: Auf welche Art hätte es so weit kommen können, daß sich die Türkei, bei einem dauerhaften Erfolg der Terror-MIliz, vielleicht assoziieren hätte können? Plötzlich alle Grenzen offen ... Keine Grenze mehr zwischen dem Milizen-Territorium und dem türkischen Staatsgebiet.
Daß so eine Landkarte, wie in den weltweiten Medien verbreitet, vielleicht unvermittelt der Wahrheit entsprochen hätte.
Religiöse Strenge möchte die derzeitige Machthaber-Partei in der Türkei ja selber. Die strengere Religionsauslegung wäre möglicherweise das geringste Problem gewesen. Eher wäre es die Frage des Kalifen im Kalifat.
Zwei Kalifen kann es im Kalifat nicht geben. Immer nur einen.
Irgendwie hätten sich die Kalifen zu einigen gehabt. Unter Umständen, indem der eine einfach ins zweite Glied zurücktritt. Oder ganz von der Bühne abgeht.
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