Soviel Liebe für dich, mich ...
21. September 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
Haufenweise Bücher firmieren unter dem Oberbegriff "Fantasy".
Man weiß also, was man davon zu halten hat. Daß hier vor allem ein gewisser phantastischer Aspekt in den Geschichten im Vordergrund steht. Und daß man dann den Inhalt, den ein Autor abgesondert hat, besser oder schlechter ausgearbeitet finden kann. Schließlich: Vieles auf der Welt ist Geschmackssache.
Dann jedoch gibt's noch andere Bücher, in denen Leuten auch alles mögliche an Phantastik dargeboten wird. Vieles, was in diesen phantasiereichen Buchwerken drinnen steht, bezieht sich auf reale Geschichte. Am besten lange, lange her. Es wird einem manches als wahres Ereignis verkauft, das so früher mal stattgefunden hätte.
Tatsächlich stimmen ein paar handelnde Personen mit solchen überein, die ehemals Geschichte schrieben. Auch Orte sind wirklich existent, einige bis heute.
Bloß, daß das Ware ist, die dir als "Religion" verkauft wird, nicht als doofe "Fantasy", "Thriller" oder "Horror".
Da wollen welche wahrhaft was von dir, von Geburt an: "Taufe", Beschneidungen deines Geschlechts, was es nicht alles nicht bereits fürs kleinste, kleinere Kind gibt, das noch nicht recht selber über sich bestimmen kann.
Alles, was in diesen "Religionsbüchern" drinnensteht, solltest du am besten für bare Münze nehmen. Während "Fantasy" nur "Fantasy" ist, ist das nun "Glaube". "Glaube" etwas, das in dein real existierendes Leben eingreifen möchte. Etwas Ernsteres. Sehr ernst, Der Faktor "Gott".
"Gott", eine Schöpfung, da sollst du dich hinknien, Tag für Tag Gebete sprechen. Gewißheit soll dir das sein, was dir in diesen ewigen, unveränderlichen religiösen Schriftwerken angeboten wird. Trotz aller Freiwilligkeit möchten dir dann welche irgendwann doch ihr religiöses Bild auch mal gerne mit Gewalt aufs Auge drücken. Dich mit vorgehaltener Waffe in ein Gebetshaus zwingen.
Kann dabei zwischendurch schon vorkommen, daß andere Reliigionsbücher einfach vor dir geheimgehalten werden. Ein großes Schweigen wird darum veranstaltet. Wegwerfende, herablassende Handbewegungen kannst du sehen: Das ist er, der "Aberglaube"; nichts weiter als Aberglaube, nichts ernster zu nehmen.
Eben weil da eine Religion ein Exklusivrecht verlangt.
Sogar zu Staatsreligionen haben es welche geschafft. Den Rest, den blenden die nach Möglichkeit weg.
Als wäre hier das Angebot irgendwie verengt, gäbe es Glaube und Religion nicht im blanken Dutzend billiger.
Obwohl dich im Grunde dauernd jemand wo auf der Straße anreden möchte. Dir die Frage stellt, ob du nicht zu ihm mitkommen möchtest. Die Türe wäre jedenfalls immer und zu jeder Zeit offen. Dort, ein - äh! - Tempel, da gäbe es nur nette Leute. Nett, netter, am nettesten. Viel wird diskutiert, über Gott und die Welt gesprochen, natürlich auch gebetet. Aber nur freiwillig. Alles ganz harmlos, ungezwungen; jederzeit kannst du wieder gehen, wenn du gehen willst. Der einzige, der da noch fehlt, der bist DU. Umarm, umarm. Komm doch dann zu uns. Wirst du sicher mögen. Alles einwandfrei bei uns. Wir sind die Liebe.
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