"Werte" alleine ...?
29. September 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
Ist nicht so, daß irgendwo religiöse Symbole fehlen würden.
Nur, wenn das Ding von einem Extrem zum anderen kippt, ist das schwer die Frage, wie etwas weitergeht.
"Werte" alleine in einem "Ethik-Unterricht" sind es nicht.
Das Christentum kommt dir nebenbei eigentlich stark mit guten Werten, aus dem Humanismus geboren, der "Liebe" zu den Armen oder den "Armen im Geiste".
Humanismus, an sich ein guter Wert. Nur daß der Humanismus nicht viel mit Religion an sich zu tun hat. Der Humanismus bräuchte keine Religion. Der Religion hilft der Humanismus jedoch gut als Weichspüler. Sich als nützlich darzustellen.
Eher wollen die mit den Religionen dauernd die "Transzendenz", Grenzwertige Erfahrungen, ein Überschreiten von Grenzen hinsichtlich eines "Gottes"-Erlebnisses. Nach dem Motto: Siehst du den "Geist"? Zufälligkeiten als Faktor eines "Gottes".
Nur, ehrlich, zum Beispiel so Koma-Erlebnisse. Die sind wohl eher nur wie die althergebrachten Träume. Tot ist derjenige sicher nicht, der sich in einem Koma befindet, später wieder aus seinem Zustand erwacht. Also hat er eher nur was geträumt, von einer Wahrnehmung, die sein Gehirn übermittelt kriegte. Oder einfach der eigenen Phantasie entstammte.
Dauernd ist das ein Wettbewerb zwischen den Religionen. Geht eine Religion weg, möchte eine andere den Platz der anderen einnehmen. Ununterbrochen ringen die miteinander. Jede möchte noch mehr Anhänger, Deswegen missionieren sie viel. Gehen los, die "Lehre" zu verkünden.
Es geht hier doch nicht um das Miiteinander, die Toleranz. Jede Religion hat das Begehr nach schierer Exklusivität. Alleinstellung. Daß sie die einzige ist. Daß sich alles auf sie verengt. Daß neben der einen Religion nichts mehr ist.
Daß der Umstand, wie viele Religionen es sonst noch so gibt, was man noch so alles glauben könnte, nach Möglichkeit weggeblendet ist. Das ist der "Friede", den die Islam-Anhänger sich wünschen. Oder, andere Glaubensmöglichkeiten werden als "Aberglaube" abgekanzelt.
Deshalb sollte man keinen Ethik-Unterricht auf eine Lehre von "Werten" verengen. Man muß den religiösen Lehrmeinungen breitesten Raum einräumen. Man muß sie intensivst behandeln, ihre Geschichte. Alles von ihnen.
Das ist ein Wesen, das sich in den Religionen spiegelt, das seit ewigen Zeiten existiert. Es hat sich aus den menschlichen Träumen entwickelt. Um dann von Bestimmten zur einzigen Lehre gemacht zu werden, die intolerant mit Waffengewalt, weil man die Träumer nicht mehr träumen lassen wollte, weitergegeben wurde. Schließlich "wußten" die Angreifer, die einem Glauben nachhingen, etwas wäre so, nicht anders. Und wenn sie es dir nicht weismachen konnten, warst du ihr Opfer. Ihre "Gewißheit" eine, die einem Anführer nützte, einem Schamanen-Herrscher am Thron oben.
Leugnest du es, nimmst du es nicht mehr ernst, kommt es um so stärker zurück, haut dich diese Kreatur irgendwann hinterrücks nieder.
Vielleicht mit einer ganz neuen Exklusiv-Religion. Die bereits wartend rumsteht. Daß du wieder weißt, wie dir geschieht. Wie böse Fesseln sein können, dir frisch angelegt.
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